Rummenigge: DFB-Chef muss nicht aus dem Amt gejagt werden

© REUTERS / KAI PFAFFENBACHKarl-Heinz Rummenigge (r.) mit Herbert Hainer und Oliver Kahn
Karl-Heinz Rummenigge (r.) mit Herbert Hainer und Oliver Kahn - SNA, 1920, 09.05.2021
Nachdem die Chefs der Regional- und Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ihren Rücktrittsaufruf an Fritz Keller wiederholt haben, setzt sich Karl-Heinz Rummenigge für den angeschlagenen DFB-Präsidenten ein.
Er kenne Fritz Keller als sehr seriösen, integeren und auch allseits beliebten Menschen, sagte er am Samstag im ZDF-„Sportstudio“.
Man müsse jetzt Ruhe in den DFB reinbringen, urteilte Rummenigge. „Man hat immer den Eindruck, es herrscht ein Hauen und Stechen. Und diesen Hauen und Stechen führt am Ende des Tages dazu, dass der DFB im Moment ein Image hat, das man ohne Übertreibung als katastrophal bezeichnen muss. Das wird diesem Verband nicht gerecht.“
DFB-Präsident Fritz Keller  - SNA, 1920, 02.05.2021
Wegen Nazi-Vergleich: Landes- und Regionalpräsidenten fordern Rücktritt von DFB-Chef Keller
Zum Fall Keller sagte Rummenigge, er sei überrascht, dass sich die Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes dafür ausgesprochen hätten, dass „Fritz Keller mehr oder weniger aus dem Amt gejagt werden muss oder sollte“.
„Ich muss offen und ehrlich sagen, ich verstehe das nicht“, betonte der Vorstandsvorsitzende des Bundesliga-Rekordmeisters FC Bayern München. „Es gibt da ja ein Prozedere, einen Prozess, den man mal in Ruhe abwarten sollte.“
Fritz Keller bezeichnete er als einen ehrbaren Menschen. „Und wenn man auch mal eine Entgleisung gemacht hat, heißt das noch lange nicht, dass man ihn in dieser Art und Weise behandeln sollte. Das wird ihm in keinster Art und Weise gerecht“, sagte Rummenigge. Deshalb würde er sich wünschen, dass man Fritz Keller irgendwie auch so behandle, wie es sich für einen Präsidenten des DFB gehöre, ergänzte der 65-Jährige.
Der 64 Jahre alte Verbandspräsident hatte seinen Stellvertreter Rainer Koch im April bei einer Präsidiumssitzung mit Nazi-Richter Roland Freisler verglichen. Die Ethikkommission beriet über diesen Fehltritt und legte das Resultat am Montag dem DFB-Sportgericht zu einer Entscheidung vor.
In seiner ersten offiziellen Stellungnahme nach dem Misstrauensvotum des Amateurlagers am vergangenen Sonntag bat Keller laut dpa erneut um Verzeihung, trat aber nicht zurück. Am Freitag wiederholten die Chefs der Regional- und Landesverbände ihren Rücktrittsaufruf an den DFB-Chef und forderten den DFB-Vorstand zur Amtshebung des Präsidenten auf.
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