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Großbritannien erkennt Gefühle bei Wirbeltieren gesetzlich an

© CC0 / Lenka Novotná / PixabayEinäugiger Rüde sucht Zuhause: „Fellnasen Stuttgart“ vermittelt Tiere aus dem Ausland (Symbolbild)
Einäugiger Rüde sucht Zuhause: „Fellnasen Stuttgart“ vermittelt Tiere aus dem Ausland (Symbolbild) - SNA, 1920, 09.05.2021
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Wirbeltiere haben Gefühle – das will Großbritannien gesetzlich verankern wie Umweltminister George Eustice der Zeitung „Sunday Telegraph“ mitteilte.
Queen Elizabeth II. werde am Dienstag in ihrer traditionellen Regierungserklärung ein entsprechendes Gesetz ankündigen. Darin geht es allerdings nur um Wirbeltiere – um „alle, die ein Rückenmark haben“, wie Eustice sagte.
In dem Gesetz wird betont, dass Tiere sich ihrer Gefühle und Emotionen bewusst sind und Freude und Vergnügen sowie Leid und Schmerz empfinden können.
Ein bereits bestehendes Komitee im Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten werde sicherstellen, dass sich das auch in der Politik der Regierung niederschlage, sagte Eustice.
Die britische Regierung will das Land zum Vorreiter bei Tierrechten machen, das Gesetz gilt als Herzstück der Strategie.
Weitere Gesetzentwürfe verbieten den Import von Jagdtrophäen, den Export von lebenden Tieren sowie die Haltung von Primaten als Haustiere. Zur Tierwohlstrategie gehört zudem, dass die Regierung ein Verbot von Pelzimporten sowie von Mikrochips bei Hauskatzen anpeilt. Auch die Tötung von Schweinen durch Vergasung mit Kohlendioxid soll beendet werden.
Minister Eustice nannte das Vorhaben ein „wichtiges Signal an die Welt“. Viele dieser Änderungen, wie das Exportverbot für lebende Tiere, seien erst durch den Austritt Großbritanniens aus der EU möglich geworden, behauptete er.
Fischfarm - SNA, 1920, 08.05.2021
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Boris Johnson sei der erste Premierminister, der Tierwohl in der Regierungspolitik verankere, sagte Eustice. Kritiker sind der Ansicht, dass Johnson sich vor allem wegen persönlicher Ansichten seiner Verlobten Carrie Symmonds für Tierrechte stark mache. Symmonds, ehemalige Sprecherin von Johnsons Konservativer Partei, sei genauso „leidenschaftlich“ bei dem Thema wie Johnson oder er selbst, sagte Eustice dazu.
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