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WSJ: Europäische Partner bitten USA um Verschiebung ihres Truppenabzugs aus Afghanistan

Bundeswehr-Soldat in Afghanistan (Archivbild) - SNA, 1920, 08.05.2021
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Die US-Verbündeten in Europa drängen darauf, dass die USA ihren Truppenabzug aus Afghanistan verschieben und den anderen Teilnehmern des Nato-Einsatzes mehr Zeit und Unterstützung für ihren Rückzug aus diesem Land geben. Das schreibt das „Wall Street Journal“ (WSJ) unter Berufung auf Offizielle.
Es wird darauf verwiesen, dass Washington seinen Koalitionspartnern für die Zeit ihres Truppenabzuges materielle und technische Unterstützung versprochen hat. Einige der Partner erklärten jedoch, sie würden es nicht schaffen, rechtzeitig Afghanistan zu verlassen, und baten darum, dass auch nach dem 4. Juli US-Soldaten in Afghanistan verbleiben.
Zuvor hatte der Fernsehsender Tolo New mit Verweis auf Quellen mitgeteilt, dass die USA und die radikale Bewegung Taliban die Möglichkeit erörtert haben, den Abzug der US-Truppen aus Afghanistan bis Anfang Juli zu beenden.
Nach Angaben der Zeitung haben mehrere Länder, darunter auch Deutschland, die USA darum gebeten, den Abzug aus dem Land bis zum 18. Juli zu verschieben. Die US-Behörden willigten darin ein, dem Wunsch der Verbündeten stattzugeben und den Truppenabzug um zwei Wochen oder noch länger zu verschieben.
Laut namentlich nicht genannten Offiziellen besteht ein weiteres Problem darin, dass die Türkei, die seit Jahren die Sicherheit am Flughafen von Kabul gewährleistet hatte, die USA und die Nato wissen ließ, dass sie ebenfalls ihre Truppen abziehen könne.
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Afghanistan
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Nach Einschätzung der Quellen könnte der potentielle Abzug der türkischen Kräfte einige westliche Länder dazu bewegen, ihre Pläne zum Verbleib ihrer reduzierten diplomatischen Kontingente im Land zu revidieren.
Eine der möglichen Alternativen zur Gewährleistung der Sicherheit an dem Flughafen seien internationale Söldner, doch sie könnten wohl kaum ohne Truppen dort bleiben, die ihren Schutz garantieren würden.
Die USA und ihre Nato-Verbündeten hatten im Jahr 2001 eine Militäroperation in Afghanistan gestartet. Diese verlief im Rahmen der Kampagne „Enduring Freedom“, die als Antwort auf den Terroranschlag vom 11. September 2001 gedacht war.
2014 hatten Afghanistan sowie die USA und die Nato Sicherheitsabkommen unterzeichnet, die den Verbündeten eine begrenzte Militärpräsenz auf dem Staatsgebiet Afghanistans ermöglichen. Am 1. Januar 2015 wurde die Militäroperation durch den Nato-geführten Einsatz „Resolute Support Mission“ ersetzt.
Im Jahr 2020 hatten die USA und die Taliban-Bewegung erstmals seit mehr als 18 Jahren ein Abkommen unterzeichnet, das den Abzug der fremden Truppen im Mai dieses Jahres vorsieht. In Afghanistan halten sich knapp 10.000 Soldaten der Nato und der Partnerländer der Allianz auf, darunter 2500 US-amerikanische Militärs. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die afghanischen Sicherheitskräfte auszubilden.
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