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Tschechischer Premier Babiš ruft EU-Länder zur Ausweisung russischer Diplomaten auf

© REUTERS / FRANCOIS LENOIRTschechischer Premierminister Andrej Babis
Tschechischer Premierminister Andrej Babis - SNA, 1920, 08.05.2021
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Tschechiens Premier Andrej Babiš hat am Samstag die anderen EU-Länder aufgerufen, wenigstens jeweils einen russischen Diplomaten auszuweisen. Dies solle als Zeichen der Unterstützung nach dem Zwischenfall in Vrbětice wahrgenommen werden.
„Wir müssen das (den Vorfall in Vrbětice – Anm. d. Red.) immer so auffassen: Wenn einer der Mitgliedsstaaten angegriffen wurde, bedeutet dies eigentlich einen Angriff auf alle“, sagte Babiš bei dem im portugiesischen Porto laufenden EU-Gipfel.
Wie die anderen Staaten dazu stünden, wolle er beim nächsten Gipfel erfahren, so Babiš.
Er fügte hinzu, dass am Vortagabend am Rande des Treffens in Porto eine längere Diskussion zum Vorfall in Vrbětice ausgetragen wurde. Daran hätten unter anderen der französische Präsident Emmanuel Macron und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel teilgenommen. Da der Gipfel informell sei, seien keine schriftlichen Entscheidungen getroffen worden. Eine breitere Diskussion um die Beziehungen zu Russland sei beim nächsten Gipfeltreffen des europäischen Rates Ende Mai zu erwarten, so der tschechische Premier.
Prag - SNA, 1920, 04.05.2021
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Mitte April hatte Prag russische Geheimdienste beschuldigt, eine Explosion im Munitionslager im Ort Vrbětica im Jahr 2014 organisiert zu haben. Hierbei waren zwei Menschen ums Leben gekommen und ein enormer Schaden entstanden.
Der Kreml hat den Vorwurf als empörend und unbegründet zurückgewiesen. Das russische Außenministerium nannte die Anschuldigung „eine marasmatische Parade“.
Prag hat 18 russische Diplomaten des Landes verwiesen. Daraufhin erklärte Russland 20 Mitarbeiter der tschechischen Botschaft zu unerwünschten Personen.
Auch die Slowakei, Estland, Litauen und Lettland haben zum Zeichen der Unterstützung für Tschechien russische Diplomaten zur Persona non grata erklärt. Der offiziellen Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, zufolge sind das schmutzige politische Spiele, die das Gewebe der internationalen Beziehungen zerstören.
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