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Palmer sorgt für Empörung mit Facebook-Kommentar über Aogo – und verliert Baerbocks Unterstützung

© AFP 2021 / dpa / Yann SchreiberBoris Palmer
Boris Palmer - SNA, 1920, 08.05.2021
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Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer hat auf Facebook mit umstrittenen Aussagen über den Ex-Fußball-Nationalspieler Dennis Aogo für Empörung gesorgt. Darüber berichtet die Deutsche Presse-Agentur (DPA) am Samstag.
Im Zuge der Diskussion zu seinem Facebook-Beitrag, in dem Palmer die Entlassungen von Jens Lehmann und Dennis Aogo als Folgen der sogenannten „Cancel Culture“ verurteilte, griff der Politiker ein Aogo zugeschriebenes Zitat auf und merkte an: „Der Aogo ist ein schlimmer Rassist.“
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Palmers Kommentar, nach seinen Angaben wohl ironisch gemeint, führte allerdings zudem eine beleidigende Äußerung über den ehemaligen Fußballer an, die Aogo angeblich mal selbst über sich gemacht haben soll. Mit diesem „Zitat“, das von einer Facebook-Nutzerin mitgeteilt worden sein soll, wollte der Oberbürgermeister die bei der Diskussion erhobenen Vorwürfe, er versuche mit seiner „Cancel Culture“-Kritik „Rassismus zu relativieren“, abwehren.
Palmers Rückgriff auf das N-Wort, das eine rassistische Bezeichnung für Schwarze bedeutet, sorgte für viel Empörung sowohl in der Facebook-Diskussion als auch in der Öffentlichkeit. Am Freitagabend wunderte sich der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil via Twitter:
Die Reaktion der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock folgte am Samstagvormittag.
Baerbock fügte hinzu, Boris Palmer habe deshalb die politische Unterstützung der Grünen verloren und solle bei einem erneuten Vorfall mit Konsequenzen rechnen, bis zum Ausschluss aus der Partei.
Palmer selbst erklärte am Samstag in einem Facebook-Statement, er habe eine Debatte mit dem Stilmittel der Ironie ins Groteske überzeichnet.

„Meine Kritik am Auftrittsverbot von Aogo und Lehmann mit Rassismus in Verbindung zu bringen, ist so absurd, wie Dennis Aogo zu einem schlimmen Rassisten zu erklären, weil ihm im Internet rassistische Aussagen in den Mund gelegt werden.“

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