Bloomberg: Keine Impfstoff-Bestellungen aus Ländern mit niedrigem Einkommen – Pfizer-CEO

© REUTERS / POOLAlbert Bourla, CEO von Pfizer, spricht während einer Pressekonferenz mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen Belgien, am 23. April 2021.
Albert Bourla, CEO von Pfizer, spricht während einer Pressekonferenz mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen Belgien, am 23. April 2021.  - SNA, 1920, 08.05.2021
Länder mit niedrigem Einkommen haben keinen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus geordert, den das deutsche Pharmaunternehmen Biontech und der US-Konzern Pfizer gemeinsam entwickelt haben. Dies berichtet die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg unter Verweis auf den Vorstandsvorsitzenden von Pfizer, Albert Bourla.
„Wir haben uns an alle Nationen gewandt und sie gebeten, Bestellungen aufzugeben, damit wir ihnen Dosen zuweisen können. In Wirklichkeit haben die Länder mit hohem Einkommen die meisten Dosen reserviert. Ich habe mich persönlich darum gekümmert und mich per Brief, Telefon und sogar in einem Text an viele Staats- und Regierungschefs von Ländern mit mittlerem oder niedrigem Einkommen gewandt, um sie zu drängen, Dosen zu reservieren, weil das Angebot begrenzt war“, schrieb Bourla in einem an die Mitarbeiter von Pfizer gerichteten Brief.
Die meisten Länder aber, mit denen er Kontakt aufgenommen habe, hätten beschlossen, Bestellungen bei anderen Impfstoffherstellern aufzugeben, entweder weil die Fertigungstechnologie von Pfizer noch nicht ausreichend getestet worden sei oder weil die lokalen Produktionsstätten bevorzugt worden seien.
Auch teilte der Pfizer-CEO mit, dass die beiden Hersteller ein abgestuftes Preismodell für ihren Impfstoff verwenden würden. Demnach können die Länder mit mittlerem Einkommen für das Serum die Hälfte dessen zahlen, was die reichen Staaten zahlen, und die ärmeren Länder können das Vakzin zum Selbstkostenpreis erhalten.
Bourla gab zudem an, einige Länder hätten den Biontech/Pfizer-Impfstoff nie zugelassen.
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