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Gegen das Vergessen – Gedenken am Tag des Sieges am Ort der bedingungslosen Kapitulation

© SNA / Andreas PeterKranzniederlegung am Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst 8. Mai 2021
Kranzniederlegung am Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst 8. Mai 2021 - SNA, 1920, 08.05.2021
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Im Rahmen des Gedenkens an den 76. Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation des Dritten Reiches am 8. Mai 1945 fanden auch an dem Ort Kranzniederlegungen statt, an dem vor 76 Jahren die Kapitulationsurkunde unterzeichnet wurde. Trotz Corona-Vorsichtsmaßnahmen fanden rund 200 Menschen nach Berlin-Karlshorst.
In dem nüchtern neoklassizistischen Gebäude in der Zwieseler Straße 4 in Berlin-Karlshorst, einem ehemaligen Offizierskasino der früheren Wehrmachtspionierschule, in dem sich heute das Deutsch-Russische Museum befindet, fand am 8. Mai 1945 spät in der Nacht die Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde des Deutschen Reiches statt, in Anwesenheit der Vertreter der Siegermächte und des Oberkommandos der besiegten deutschen Wehrmacht.

Trotz Corona-Auflagen - Gedenken an das Kriegsende und die Kapitulation

Heute, 76 Jahre später, verhinderten Pandemieauflagen eine größere Gedenkfeier. Aber immerhin machte es die Museumsleitung möglich, dass die Kreisvereinigung Berlin-Lichtenberg des VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) im 80. Jahr des Überfalls auf die Sowjetunion eine kleine, würdevolle Gedenkfeier mit schätzungsweise 150-200 Teilnehmern abhalten konnte. Am Panzerdenkmal neben dem Museumsgebäude, wo die Fahnen Deutschlands, Russlands, von Belarus und der Ukraine nebeneinander wehten, denn es waren bekanntlich alle Völker der Sowjetunion, die an der Niederschlagung der deutschen Aggression beteiligt waren, auch wenn die Völker von Belarus, der Ukraine und Russlands tragischerweise einen ungleich größeren Blutzoll leisten mussten, weil die Kriegsmaschine gleich zweimal über ihre Territorien hinwegwalzte, einmal Richtung Moskau, einmal Richtung Berlin.

Forderung: 8. Mai als Nationaler Feiertag

Der VVN-BdA Berlin Lichtenberg bekam prominente Unterstützung in Gestalt der Bundestagsabgeordneten Gesine Lötzsch von der Partei Die Linke. Zusammen forderten sie, der 8. Mai möge ein bundesweiter Feiertag werden. Ob diesem Wunsch entsprochen wird, ist angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Bundestag und der äußerst angespannten Beziehungen zwischen Russland und Deutschland ausgesprochen ungewiss.
© SNA / Andreas PeterTeilnehmer der Kranzniederlegung des Vereins der Verfolgten des Naziregimes VVN - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten BdA Berlin-Lichtenberg anlässlich des Jahrestages der bedingungslosen Kapitulation des Dritten Reiches am 8. Mai 1945.
Kranzniederlegung am Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst 8. Mai 2021 - SNA
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Teilnehmer der Kranzniederlegung des Vereins der Verfolgten des Naziregimes VVN - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten BdA Berlin-Lichtenberg anlässlich des Jahrestages der bedingungslosen Kapitulation des Dritten Reiches am 8. Mai 1945.
© SNA / Andreas PeterKranzniederlegung neben dem Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst, am 8. Mai 2021, im Gedenken an die bedingungslose Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945
Kranzniederlegung am Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst 8. Mai 2021 - SNA
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Kranzniederlegung neben dem Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst, am 8. Mai 2021, im Gedenken an die bedingungslose Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945
© SNA / Andreas PeterKranzniederlegung neben dem Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst, am 8. Mai 2021, im Gedenken an die bedingungslose Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945
Kranzniederlegung am Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst 8. Mai 2021 - SNA
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Kranzniederlegung neben dem Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst, am 8. Mai 2021, im Gedenken an die bedingungslose Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945
© SNA / Andreas PeterKranzniederlegung am 8. Mai 2021 im Gedenken an die bedingungslose Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945, am Panzerdenkmal neben dem Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst.
Panzerdenkmal am Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst - SNA
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Kranzniederlegung am 8. Mai 2021 im Gedenken an die bedingungslose Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945, am Panzerdenkmal neben dem Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst.
© SNA / Andreas PeterSchleife am Kranz des Bezirksamtes und der Bezirks-Verordnetenversammlung (BVV) von Berlin-Lichtenberg
Kranzniederlegung am Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst 8. Mai 2021 - SNA
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Schleife am Kranz des Bezirksamtes und der Bezirks-Verordnetenversammlung (BVV) von Berlin-Lichtenberg
© SNA / Andreas PeterAuftritt einer Folkloregruppe
Kranzniederlegung am Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst 8. Mai 2021 - SNA
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Auftritt einer Folkloregruppe
© SNA / Andreas PeterEingang Deutsch-Russisches Museum mit den Flaggen Deutschlands, Russlands, von Belarus und der Ukraine
Kranzniederlegung am Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst 8. Mai 2021 - SNA
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Eingang Deutsch-Russisches Museum mit den Flaggen Deutschlands, Russlands, von Belarus und der Ukraine
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Teilnehmer der Kranzniederlegung des Vereins der Verfolgten des Naziregimes VVN - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten BdA Berlin-Lichtenberg anlässlich des Jahrestages der bedingungslosen Kapitulation des Dritten Reiches am 8. Mai 1945.
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Kranzniederlegung neben dem Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst, am 8. Mai 2021, im Gedenken an die bedingungslose Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945
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Kranzniederlegung neben dem Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst, am 8. Mai 2021, im Gedenken an die bedingungslose Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945
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Kranzniederlegung am 8. Mai 2021 im Gedenken an die bedingungslose Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945, am Panzerdenkmal neben dem Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst.
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Schleife am Kranz des Bezirksamtes und der Bezirks-Verordnetenversammlung (BVV) von Berlin-Lichtenberg
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Auftritt einer Folkloregruppe
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Eingang Deutsch-Russisches Museum mit den Flaggen Deutschlands, Russlands, von Belarus und der Ukraine

Virtuelle Gedenkfeier mit Podcast und Videobotschaften

Das Deutsch-Russische Museum hat anlässlich des Gedenktages und der pandemiebedingten Restriktionen eine virtuelle Ausstellung organisiert. „Toast auf den Frieden“ nennt sich das Projekt, getreu einer Tradition der vergangenen Jahre, bei der am 8. Mai zum Abschluss des Museumsfestes im Deutsch-Russischen Museum der Toast auf den Frieden ausgebracht wurde. Dieses Jahr ist es ein von Museumsdirektor Jörg Morré moderiertes virtuelles Projekt des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, benannt „Peaceline“ (Friedenslinie), in dem sieben junge Menschen aus Russland, Belarus, der Ukraine, den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland sich und den Zuschauerinnen und Zuschauern erzählen, was sie vom Krieg wissen, wie sich in ihren Familien an den Krieg erinnert wird.

Ergänzt wird das Ganze von einem Podcast, in welchem unter anderem aus den Erinnerungen des sowjetischen Marschalls Georgi Shukow, des britischen Luftmarschalls Sir Arthur Tedder, des französischen Generals Jean de Lattre de Tassigny, des US-Hauptmanns Harry C. Butcher und des US-Majors Fritz Oppenheimer gelesen wird. Zu sehen sind auch historische Fotos aus dem Sammlungsbestand des Museums.
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