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EU und Indien nehmen Handelsverhandlungen wieder auf

© SNA / Alexey Vitvitsky / Zur BilddatenbankHauptquartier der EU-Kommission in Brüssel
Hauptquartier der EU-Kommission in Brüssel - SNA, 1920, 08.05.2021
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Die EU und Indien haben sich am Samstag auf dem Gipfeltreffen in Porto auf die Fortsetzung der 2013 unterbrochenen Gespräche über ein Freihandelsabkommen verständigt. Dies geht aus einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs der EU und Indiens nach dem Treffen hervor.
Nun sollen die Beziehungen in den Handels- und Investitionsbereichen verbessert werden, um „ungenutztes Potenzial“ für nachhaltiges und integratives Wirtschaftswachstum und die Erholung von der Pandemie auszuschöpfen, so die Erklärung. Zudem sollte es auch Gespräche über ein Investitionsschutzabkommen und den Schutz geografischer Herkunftsangaben geben.
Nach Ansicht der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist die Videokonferenz zwischen der EU und Indiens Premierminister Narendra Modi ein Meilenstein in deren Beziehungen. Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete das Gespräch als einen neuen Schwung und erwartet, dass die Arbeiten jetzt mit „sehr viel mehr Tempo fortgesetzt würden“.
Als große Meinungsverschiedenheiten bei den Abkommensverhandlungen gelten die Automobil- (höhe Aufschläge für fertig montierte Pkw) und die Pharmabranche (Patentschutzfragen), so DPA. Man sei aber jetzt bereit, die Lösungen für diese Uneinigkeiten zu finden.
Zurzeit sei das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt für die EU nur der zehntgrößte Handelspartner.
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Gewinn für deutsche Wirtschaft

Vor allem die deutsche Wirtschaft soll laut Studien von diesem Freihandelsabkommen viel Profit gewinnen. Nach den 2020 vom Europaparlament veröffentlichten Zahlen könnte der deutsche Staat einen Gewinn von etwa 2,2 Milliarden Euro erwarten. Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung von 2017 könnten es sogar 4,1 Milliarden Euro sein, teilte DPA mit. Große Gewinner dabei würden Hersteller von Kraftfahrzeugen, Maschinen und Ausrüstung sein. Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie würde bei einem solchen Abkommen – vor allem aufgrund niedrigerer Löhne in Indien – eher verlieren.
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