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Urheberrechtsverletzung: Gesundheitsbehörde wirbt ungefragt mit maiLab-Video

CC BY-SA 3.0 / Viet Nguyen-Kim / Wikimedia Commons / Youtuberin Mai Thi Nguyen-Kim
Youtuberin Mai Thi Nguyen-Kim - SNA, 1920, 07.05.2021
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Für ihre Kampagne zur Aufklärung über Cannabis-Konsum hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung offenbar ohne Einverständnis der Macher Videos von bekannten YouTubern verwendet. Darunter auch ein Video der Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim.
Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf der Webseite machdichschlau.tv eine Kampagne gestartet, um über Cannabis-Konsum aufzuklären. Um das Thema jugendgerecht und zugänglich zu erklären und zugleich wissenschaftliche Fakten zu liefern, sind dort Videos bekannter YouTuber eingebunden worden, in denen diese über den Cannabis-Konsum und seine Folgen sprechen.
So auch ein Video der bekannten Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim (maiLab). Das Problem: Diese wusste gar nichts davon. Erst über einen Tweet der Bundesdrogenbeauftragten Daniela Ludwig (CSU), in dem die Kampagne namentlich mit maiLab beworben wird, erfuhr die YouTuberin davon.
„Gut, dass ich dank Twitter von dieser 'Kollabo' erfahre“, kommentierte die 33-Jährige.

Urheberrechtsverletzung bei Instagram-Post

Schnell fragten sich die Follower der Wissenschaftsjournalistin, ob das Ministerium sich einfach so an öffentlich-rechtlichen Inhalten bedienen dürfe und ob hier nicht eine Urheberrechtsverletzung vorliege. Wie RND berichtet, wurde das Video auf der Webseite ordnungsgemäß eingestellt, weil der Facebook-Player von Funk verwendet wurde. In diesem Falle müsse die Journalistin nicht um Erlaubnis gebeten werden. Bei dem dazugehörigen Instagram-Post verhalte es sich anders, denn da sei das Video stark gekürzt hochgeladen worden, was ohne explizite Erlaubnis eine Urheberrechtsverletzung darstelle.
Auf Anfrage des RND hat ein Sprecher des öffentlich-rechtlichen Netzwerkes Funk bestätigt:
„Funk hat die auf der Kampagnenseite gezeigten Videos nicht bereitgestellt. Bezüglich der Programminhalte von maiLab hat die Behörde eine Medienkooperation bei der zuständigen Redaktion angefragt. Diese Anfrage wurde jedoch nicht beantwortet.“ Grundsätzlich sei das Einbetten von Videos gestattet, sofern sie als Funk-Videos identifizierbar blieben, nicht verändert oder gekürzt werden würden und werbefrei blieben. Das sei auf der Kampagnenseite zwar der Fall, nicht aber auf dem dazugehörigen Instagram-Kanal.
„Die Verwendung des Videos für den (...) Instagram-Post wurde von uns nicht freigegeben. Wir stehen dazu bereits im Kontakt mit der verantwortlichen Agentur zur Depublizierung dieses Posts“, betonte der Sprecher.
Inzwischen ist das betreffende Video vom Instagram-Kanal der Kampagne verschwunden.
Youtube-Vlogger Rezo (Standfoto aus dem Stream-Video) - SNA, 1920, 06.04.2021
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