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„Sagen Sie die Olympischen Spiele ab, um unser Leben zu schützen“ - Petition

© REUTERS / Naoki OguraPassanten vor dem Nationalstadion in Tokio, Austragungsort der Olympischen Sommerspielen 2021
Passanten vor dem Nationalstadion in Tokio, Austragungsort der Olympischen Sommerspielen 2021 - SNA, 1920, 07.05.2021
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In einer Petition des japanischen Anwalts Kenji Utsunomiya wird die Absage der Olympischen Spiele von Tokio gefordert. Die Petition ist unter anderem an IOC-Präsident Thomas Bach gerichtet und hat innerhalb von nur zwei Tagen über 200.000 Unterschriften gesammelt.
Es sei unter den gegebenen Umständen äußerst unwahrscheinlich, dass sichere Spiele abgehalten werden können, heißt es in der Petition. Auch könne nicht sichergestellt werden, dass alle Athleten die gleichen Chancen haben. Zudem würden die Restriktionen sie unter extremen Stress setzen, wodurch sie kaum ihre besten Leistungen abrufen könnten.
Für die Ausrichtung der Spiele unter Corona-Bedingungen würde eine große Zahl von medizinischen Fachkräften benötigt – Kräften, die dann anderswo fehlten. „Mehrere Mediziner haben bereits öffentlich mitgeteilt, dass es keinen Raum für mehr medizinische Versorgung gibt.“
Nach Angaben der Organisatoren werden 10.000 medizinische Mitarbeiter für die Olympischen Spiele benötigt, schreibt die Deutsche Presse-Agentur. Sie forderten zuletzt zudem den freiwilligen Einsatz von 500 zusätzlichen Krankenschwestern und 200 Sport-Ärzten, was für öffentliche Empörung sorgte.
„Obwohl keine ausländischen Zuschauer ins Land gelassen werden, werden die Spiele trotzdem dafür sorgen, dass sich massenweise Menschen bewegen und begegnen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Olympiade zum Superspreader-Event wird und unsere jetzige Lage sich dadurch verschlechtert“, heißt es weiter in der Petition.
Bei dem ohnehin herrschenden Mangel an medizinischen Ressourcen in Tokio und dem restlichen Japan würden die Spiele das medizinische Personal, die Bevölkerung und die Teilnehmer zusätzlich in Gefahr bringen.
Zudem gebe die Regierung 2,7 Milliarden US-Dollar für die Spiele aus, während viele Japaner in existentielle Not geraten und derzeit auf Essensspenden und Unterkünfte von Nichtregierungsorganisationen angewiesen seien.
Die japanische Regierung müsse aus diesen Gründen die Olympischen Spiele absagen oder verschieben. Verschiedene Umfragen hätten gezeigt, dass eine Mehrheit der Japaner genau das wolle.
Die Petition des japanischen Anwalts stößt auf große Resonanz. Innerhalb von nur zwei Tagen hatte sie über 200.000 Unterschriften gesammelt. Am Freitagmorgen waren es rund 215.000.
Die Olympischen Sommerspiele von Tokio sollten ursprünglich 2020 stattfinden, sind aber pandemiebedingt auf 2021 verschoben worden. Gemäß dem offiziellen Zeitplan sollen sie am 23. Juli eröffnet werden. Das IOC und die Organisatoren haben stets betont, man wolle an den Spielen festhalten. Das dafür ausgearbeitete Hygiene- und Sicherheitskonzept werde sichere Spiele garantieren.
Radfahrer vor der Sporthalle Ariake Arena - SNA, 1920, 22.04.2021
Drei Monate vor Olympia: Tokio vor erneutem Corona-Notstand
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