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„Um gegen Krieg und Militarismus wachsam zu bleiben“ – Linke will 8. Mai zu Feiertag machen

© SNA / Igor ZaremboSowjetisches Ehrenaml in Treptower Park (Archivbild)
Sowjetisches Ehrenaml in Treptower Park (Archivbild) - SNA, 1920, 07.05.2021
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Die Vorsitzenden der Linkspartei, Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler, fordern, anlässlich des Tages der Befreiung den 8. Mai zum bundesdeutschen Feiertag zu erklären.
Am 8. Mai 1945 kapitulierte die deutsche Wehrmacht gegenüber den Alliierten Siegermächten bedingungslos. Damit endeten die Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges in Europa. Insgesamt wurden schätzungsweise mehr als 70 Millionen Menschen in diesem Krieg getötet. Die höchsten Verluste verzeichnete die Sowjetunion: Rund zehn Millionen Soldaten der Roten Armee wurden getötet oder starben in Kriegsgefangenschaft. Die Vorsitzenden der Partei „Die Linke“, Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler, fordern nun, den 8. Mai zum bundesweiten Feiertag in Deutschland zu machen. Sie wollen so „den Einsatz gegen Faschismus und für Demokratie und Toleranz als ständige Aufgabe betrachten“.

„Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus.“

Hennig-Wellsow erklärt dazu:
„Die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht Nazideutschlands bedeutete die Befreiung der Menschen in Deutschland und den besetzten Gebieten von der Nazi-Schreckensherrschaft. Sie war die Voraussetzung der Entwicklung zu einer demokratischen und toleranten Gesellschaft. Dass wir uns heute über den richtigen Weg zur Verteidigung und Weiterentwicklung unserer Demokratie beherzt streiten können, dass man sich weitgehend ohne Angst für mehr Gleichberechtigung und Toleranz einsetzen kann und vieles mehr nimmt seinen Anfang an diesem Datum. ‚Die Linke‘ tritt deshalb seit vielen Jahren dafür ein, den Tag der Befreiung zum bundesweiten Feiertag zu machen.“
Wissler ergänzt:

„Der 8. Mai ist Auftrag und Mahnung, alle Formen von Antisemitismus, Rassismus und Faschismus zu bekämpfen, jeder Form von Relativierung und Geschichtsrevisionismus entgegenzutreten. Das Ende des Zweiten Weltkrieges mit 60 Millionen Toten ist auch eine Mahnung, gegen Krieg und Militarismus wachsam und aktiv zu bleiben.“

Janine Wissler
Vorsitzende der Partei „Die Linke“
Die Gefahr von rechts bestehe weiter: Immer noch würden Menschen in Angst vor rechten Schlägern leben und immer neue erschreckende Details kämen zu rechten Terror-Netzwerken ans Licht, während viele Menschen unter Ausgrenzung, Anfeindung und Benachteiligung aufgrund ihrer Herkunft, ihres Aussehens, ihres Geschlechts, ihrer Religion, ihrer sexuellen Orientierung leiden würden. „Die Linke“ wolle diese Spaltungen überwinden, betont ihre Politikerin Wissler. Die Partei setze sich für die Anerkennung der Rechte und Bedürfnisse aller Menschen gleichermaßen ein. Sie fordert: „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus.“
Der 8. Mai ist als Tag der Befreiung in mehreren europäischen Ländern ein Gedenktag. Er wird teilweise als stiller Gedenktag und teilweise als Feiertag mit großer öffentlicher Beteiligung begangen. In der DDR war er von 1950 bis 1967 und im Jahr 1985 (40. Jahrestag) gesetzlicher Feiertag.
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