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Bund, Länder und Industrie einigen sich auf Konzept für „grünes“ Flugbenzin

© SNA / Konstantin Michaltschewski  / Zur BilddatenbankFlugzeug (Symbolbild)
Flugzeug (Symbolbild) - SNA, 1920, 07.05.2021
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Die deutsche Politik und Wirtschaft haben am Freitag die sogenannte „PtL-Roadmap“ unterzeichnet und sich damit auf die nötigen Anforderungen und erforderlichen Maßnahmen verständigt, um die Produktion von Power-to-Liquid-Kerosin in den nächsten Jahren auf- und auszubauen. Dies gab das Bundesumweltministerium bekannt.
Unter „Power to Liquid“ (PtL) wird das Verfahren zur Erzeugung von Kerosin beispielsweise mittels erneuerbarer Energien, Wasserstoff und CO2 verstanden.
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Der gemeinsame Fahrplan wurde von Bundesumweltministerin Svenja Schulze, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und dem Präsidenten des Luftverkehrsverbandes BDL, Peter Gerber, sowie von Vertretern weiterer Bundes- und Landesministerien, aber auch der Luftfahrtindustrie, Mineralölwirtschaft und der Anlagenbauer und -betreiber unterzeichnet, wie der offiziellen Webseite der Behörde zu entnehmen ist.
Damit soll die Grundlage geschaffen werden, um bis 2030 mindestens 200.000 Tonnen nachhaltiges Kerosin jährlich für den deutschen Luftverkehr zu produzieren. Laut dem Amt entspricht das einem Drittel des aktuellen Kraftstoffbedarfs des innerdeutschen Luftverkehrs.
Schulze betonte der Mitteilung zufolge, dass strombasierte Treibstoffe der Aufwind für den CO2-neutralen Luftverkehr seien. Auf absehbare Zeit können Flugzeuge für den Alltagsflugverkehr nicht elektrisch fliegen.
„PtL-Kerosin ist daher eine zentrale klimafreundliche Alternative zu fossilem Kerosin. Strombasierte Treibstoffe sollen möglichst bald ihren Weg aus dem Labor in die industrielle Produktion finden.“
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Der Kohlenstoff für „grünes“ Flugbenzin kann zunächst entweder aus nicht vermeidbaren CO2-Quellen stammen, zum Beispiel aus Bioenergieanlagen und der Industrie, soll aber perspektivisch über technische Verfahren der Atmosphäre entzogen werden.
Da beim Fliegen mit PtL-Kerosin nur das zuvor gebundene Kohlendioxid emittiert wird, können damit die CO2-Emissionen im Luftverkehr nach und nach drastisch reduziert werden. Nach Einschätzung des Verkehrsministers Andreas Scheuer können mit dem Umstieg Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.
Die Herstellungsverfahren sind nach Angaben der Umweltbehörde technisch weitestgehend erprobt. Doch bislang sind solche Kraftstoffe nicht in ausreichenden Mengen verfügbar und auch nicht zu marktüblichen Preisen. Mit der „PtL-Roadmap“ soll entscheidendes Industrie-Know-how und Technologieführerschaft in der Herstellung und im Einsatz von nachhaltig produzierten strombasierten Flugkraftstoffen in Deutschland auf- und ausgebaut werden.
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Durch eine verbindliche Mindestquote auf die in Deutschland verkauften Flugkraftstoffe sowie durch eine Abnahmeverpflichtung sollen eine Nachfrage und Investitionssicherheit für die Marktakteure trotz höherer Kosten der Kraftstoffe geschaffen werden. Die Luftverkehrsunternehmen verpflichten sich zur Abnahme relevanter Mengen an PtL-Kerosin in den nächsten Jahren.
„Mit strombasiertem Kerosin auf Basis von grünem Wasserstoff zeigen wir, dass Fliegen und Klimaschutz nicht im Widerspruch stehen“, so der Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.
Der Entwicklungsminister Gerd Müller betonte, nötig sei nun auch eine Energie- und Klimapartnerschaft mit Afrika. Denn der Kontinent habe Sonne und Wasserkraft für die Produktion. In Marokko baue die deutsche Entwicklungszusammenarbeit eine Referenzanlage für grünen Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe. Dies werde unter anderem die Technologieführerschaft in Deutschland stärken.
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