Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

76 Jahre Befreiung durch die Sowjetunion: Auftakt in Marienfelde

© SNA / Ruben KindelFeierlichkeiten in Marienfelde, 7. Mai 2021
Feierlichkeiten in Marienfelde, 7. Mai 2021 - SNA, 1920, 07.05.2021
Abonnieren
Am kommenden Wochenende treffen sich wie jedes Jahr überall in Deutschland viele Menschen, um die Kapitulation Nazi-Deutschlands zu feiern. „Die Linke“ Tempelhof-Schöneberg begann am Freitag schon mit einer kleinen Feier in Marienfelde.
„Und dit im amerikanischen Sektor!“ – das könnte sich vielleicht ein Ur-Westberliner gedacht haben, als am Freitagnachmittag in Marienfelde russische Lieder erklangen.
Etwas gepiesackt vom unbeständigen Wetter kamen ca. 70 Menschen, Mitglieder der Linkspartei und Anwohner, zusammen, um die Berliner Feierlichkeiten rund um den 76. Jahrestag der Gesamtkapitulation Nazi-Deutschlands zu beginnen.
© SNA / Ruben KindelFeierlichkeiten in Marienfelde, 7. Mai 2021
Feierlichkeiten in Marienfelde, 7. Mai 2021 - SNA, 1920, 07.05.2021
Feierlichkeiten in Marienfelde, 7. Mai 2021
Die Linken-Bundestagsabgeordnete Gesine Lötzsch aus Lichtenberg sprach in ihrer Rede von der Verpflichtung, das Andenken an den Zweiten Weltkrieg aufrechtzuerhalten. Dafür setze sich ihre Partei seit Jahren ein: so wurde erneut ihr Antrag im Bundestag abgelehnt, den 8. Mai zum gesetzlichen Feiertag zu machen. Des Weiteren verwies sie auf die Kampagne des Lichtenberger Verbands, der an diesem Tag immer symbolisch die dortige Hauptstraße „Alt-Friedrichsfelde“ in „Straße der Befreiung“ umbenennt. Um des Weges der Roten Armee in das Berliner Stadtzentrum zu gedenken, wird man auch dieses Jahr die Bundestagsabgeordnete an der Fußgängerbrücke um 09 Uhr morgens treffen. Lötzschs Auftritt, zwischendrin in feinstem Berlinerisch, zeigte, dass Ost- wie Westberlin zusammenstehen zum Gedenken an ihre Befreiung.
Sowjetisches Ehrenaml in Treptower Park (Archivbild) - SNA, 1920, 07.05.2021
„Um gegen Krieg und Militarismus wachsam zu bleiben“ – Linke will 8. Mai zu Feiertag machen
Nach einer kurzen Musikeinlage des „Trio Scho“, das russisch-jiddische Folklore bot, gab es einen weiteren interessanten Beitrag des gebürtigen Belarussen Dominik Mikhalkevich. Das Mitglied der Linkspartei ist außerdem Vorsitzender der Deutsch-Belarussischen Gesellschaft, die sich für Verständigung und Austausch zwischen beiden Ländern einsetzt. Mikhalkevich erinnerte an die Zerstörung seines Vaterlandes, die in der Geschichtsschreibung der BRD weitgehend unbekannt ist:
Am Ende des Vaterländischen Krieges war jeder dritte Belarusse gestorben, Minsk war zu 90 Prozent zerstört, auch waren durch die Taktik der „Verbrannten Erde“ über 5000 Ortschaften zerstört.
Er erinnerte zudem an die Gefahren der Verharmlosung und des Wiedererstarkens nazistischer Tendenzen. So stellte sich allein die Europafraktion der Linken der Gleichstellung Josef Stalins und Adolf Hitlers durch das EU-Parlament im September 2019 geschlossen entgegen. Und er prangerte an, dass in der ukrainischen Hauptstadt am 28. April ein Marsch zu Ehren der SS-Division „Galizien“ sowie am 2. Mai eine Veranstaltung zum bedrückenden Jubiläum der Angriffe auf das Odessaer Gewerkschaftshaus stattfinden durften.
Tag der Verteidiger des Vaterlandes in Berlin: Botschafter und Militärs ehren ihre Streitkräfte - SNA, 1920, 23.02.2021
Tag der Verteidiger des Vaterlandes in Berlin: Botschafter und Militärs ehren ihre Streitkräfte
Trotz des immer wieder regnerischen Wetters und der einzuhaltenden Corona-Vorschriften war es dennoch eine gemütliche Atmosphäre, die Lust auf die Veranstaltungen in den nächsten zwei Tagen macht – SNA wird selbstverständlich bei einigen vor Ort sein!
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала