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US-Aufsichtsbehörde: Weitere 70 Millionen Impfdosen von Johnson & Johnson womöglich unbrauchbar –NYT

© JUSTIN TALLISImpfstoff von US-Konzern Johnson & Johnson
Impfstoff von US-Konzern Johnson & Johnson - SNA, 1920, 07.05.2021
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Die US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) hat Bedenken über die Qualität von etwa 70 Millionen weiteren Dosen des Impfstoffs, der vom amerikanischen Unternehmen „Johnson & Johnson“ produziert wurde. Das teilte die Zeitung „The New York Times“ (NYT) am Donnerstag mit.
Die FDA befürchtet, dass weitere Impfdosen des „Johnson & Johnson“-Präparats in der Produktionsstätte in Baltimore beschädigt sein konnten. Laut einer anonymen FDA-Quelle könnte eine geringere Kontaminierung einer Lieferung, die gleichzeitig mit den 15 Millionen bereits als defekt bezeichneten Impfdosen hergestellt wurde, bei ähnlichen Kontrollen übersehen worden sein. Demnach könnte die FDA beschließen, so das Blatt, dass keine der J&J-Impfdosen aus dieser Lieferung, die größtenteils für den amerikanischen Markt bestimmt war, in den Vereinigten Staaten freigegeben wird.
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Als eine „wahrscheinliche Ursache“ für die Kontaminierung führt NYT mögliche Verstöße gegen die Hygienevorschriften durch Mitarbeiter der Fabrik in Baltimore an. Diese sollten etwa nicht geduscht und ihre Kleidung nicht gewechselt haben, wenn sie sich zwischen den für Astrazeneca und Johnson & Johnson bestimmten Produktionszonen bewegten. Bei Sicherheitstests fanden die Inspektoren Spuren des Virus von Astrazeneca in einer Lieferung des J&J-Impfstoffs, bevor diese die Fabrik überhaupt verlassen hätte. Die beiden Impfstoffe werden in derselben Produktionsstätte hergestellt.
Eine FDA-Sprecherin versicherte NYT, die Behörde stehe „in enger Kommunikation mit den ausländischen Behörden bezüglich dieser laufenden Angelegenheit“, um sicherzustellen, dass „sie sich der Situation bewusst sind“. Der fragliche Impfstoff wurde in die EU, Kanada und Südafrika geliefert.

EU-Impfbemühungen gebremst

Die Probleme bei der Qualitätskontrolle in Baltimore verlangsamen die Impfbemühungen in der EU, weil die Gesundheitsbehörden zusätzliche Qualitätsprüfungen durchführen müssen.
Die Europäische Arzneimittel-Agentur bestätigte gegenüber der Zeitung „The Times“, dass ein Teil der Lieferung des „Janssen“-Impfstoffs, die in Baltimore hergestellt wurde, „verwendet wird". Diese Impfdosen sollen „gründlich“ kontrolliert und überprüft worden sein und sollen keine Probleme aufgewiesen haben.
Weitere etwa 2,5 Millionen Impfdosen aus dieser Lieferung wurden nach NYT-Angaben gestoppt. Die EU-Agentur kommentierte, die Aufsichtsbehörden in Europa und den Vereinigten Staaten untersuchen die Ursache der Kontaminierung in der Fabrik in Baltimore und stellen sicher, dass die Probleme behoben werden.

15 Millionen Impfstoff-Dosen in den Müll

Im März wurde bekanntgegeben, dass Mitarbeiter der Produktionsstätte „Emergent BioSolutions“ in Baltimore versehentlich eine Lieferung des J&J-Impfstoffs mit dem harmlosen Virus verunreinigt hätten, das zur Herstellung des Impfstoffs von Astrazeneca verwendet wird. Beide Impfstoffe wurden am selben Standort produziert. Nachdem die Tests gezeigt hatten, dass die Lieferung die Reinheitsanforderungen nicht erfüllt, mussten bis zu 15 Millionen Johnson & Johnson-Dosen weggeworfen werden.
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