Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Anti-asiatischer Rassismus in Corona-Pandemie: Jeder zweite Asiate betroffen – Umfrage

© AFP 2021 / RINGO CHIUEine Demonstrantin nimmt am 20. Februar 2021 in der Nähe von Chinatown in Los Angeles (Kalifornien), an einer Kundgebung teil, um auf antiasiatische Gewalt aufmerksam zu machen.
Eine Demonstrantin nimmt am 20. Februar 2021 in der Nähe von Chinatown in Los Angeles (Kalifornien), an einer Kundgebung teil, um auf antiasiatische Gewalt aufmerksam zu machen.  - SNA, 1920, 06.05.2021
Abonnieren
Laut einer Umfrage hat jeder zweite Befragte mit asiatischem Migrationshintergrund in Deutschland rassistische Anfeindungen während der Corona-Pandemie erlebt.
Von den entsprechenden Ergebnissen eines Forschungsprojekts der Berliner Humboldt-Universität, der Freien Universität Berlin und des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung, aus dem der Mediendienst Integration am Donnerstag erste Zahlen veröffentlichte, berichtete der „Stern“.
Befragt wurden demnach rund 4500 Menschen, darunter etwa 700 asiatischer Herkunft. 49 Prozent der Befragten mit asiatischem Hintergrund erlebten in der Pandemie selbst Rassismus. In 62 Prozent der Fälle handelte es sich um verbale Angriffe. Elf Prozent erlebten aber auch körperliche Gewalt wie Spucken, Schubsen oder das Besprühen mit Desinfektionsmittel.
27 Prozent erlebten laut der Umfrage, die nur teilweise repräsentativ ist, einen institutionellen Ausschluss, erhielten etwa keinen Termin im Krankenhaus. Die meisten Angriffe fanden auf der Straße oder im öffentlichen Nahverkehr statt.
Plakat der Anti-Burka-Kampagne ist auf einer Straße in Lausanne zu sehen (Archivbild) - SNA, 1920, 20.04.2021
Schweizer Rassismus zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück
Unter allen Befragten stimmten rund 15 Prozent der Aussage zu, dass Asiaten oder Asiatinnen „für die rasante Ausbreitung der Corona-Pandemie in Deutschland verantwortlich“ seien. Die große Mehrheit von knapp 85 Prozent sieht das aber nicht so.
Bislang habe es kaum Untersuchungen zu antiasiatischem Rassismus gegeben, hieß es bei „Stern“. Seit Beginn der Corona-Pandemie gebe es international deutlich mehr Fälle von Diskriminierung und Rassismus. In Deutschland verdoppelten sich demnach die Anfragen, die bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes eingingen, im Vergleich zu 2019 nahezu - von rund 3600 auf mehr als 6000.
Etwa jede vierte Anfrage im vergangenen Jahr bezog sich demnach auf Diskriminierungen in Verbindung zum Coronavirus, die sich häufig gegen Menschen mit einer vermeintlich asiatischen Herkunft richteten.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала