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Nawalny: „Einflussagent" der USA mit Kursen in „Regime Change“? - Experte und Autor Bittner

© SNA / Pawel BednjakowAlexej Nawalny im Moskauer Gericht (Archivbild)
Alexej Nawalny im Moskauer Gericht (Archivbild) - SNA, 1920, 06.05.2021
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Noch immer schlägt der Fall des inhaftierten Alexej Nawalny hohe Wellen zwischen dem Westen und Russland. Im SNA-Interview spricht Jurist und Russland-Experte Wolfgang Bittner über „diplomatische Fehlleistungen“ der Kanzlerin und verrät, was das Skandalöse an der Causa ist.
Die schier unendliche Geschichte rund um den umstrittenen Kremlkritiker Alexej Nawalny schildert Gesprächspartner, Jurist und Autor Wolfgang Bittner ausführlich in seinem neuen Buch „Deutschland: Verraten und verkauft“, wie er im Gespräch mit der Redaktion betonte.

„Der Fall Nawalny ist ein Skandal“, sagte er gegenüber SNA. „Alles über seine angebliche Vergiftung mit Nowitschok blieb bisher unaufgeklärt. Ebenso wie im Fall Skripal in England. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass Deutschland nicht mit den russischen Behörden zusammenarbeitet. Warum nicht? Das ist die Frage.“

Der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Krankenbett Nawalnys in der Berliner Charité sei aus seiner Sicht höchst fragwürdig gewesen. „Das war eine diplomatische Fehlleistung sondergleichen. Natürlich auch ein ungeheuerlicher Affront gegenüber Russland. Dieser (laut Quellen auch vom US-Geheimdienst unterstützte, Anm. d. Red.) Einfluss-Agent Nawalny – so würde ich ihn bezeichnen – hat in den USA einen Lehrgang zum Thema ‚Regime Change‘ absolviert. Das ist kaum bekannt. Bereits wenige Tage nach seinem Klinikaufenthalt war er schon wieder auf den Beinen.“ Dies sei angesichts der vermeintlichen Schwere der Vergiftung unüblich.
Alexej Nawalny - SNA, 1920, 30.04.2021
Nawalnys Regionalstäbe als extremistisch eingestuft
Der mittlerweile in Russland inhaftierte Nawalny sei daraufhin „mit deutschen Bodyguards durchs Land“ gereist, so Bittner. Dabei „produzierte er mit Unterstützung aus den USA einen Propaganda-Film über einen angeblichen Palast Putins am Schwarzen Meer. Das hat viel Aufsehen erregt. Inzwischen stellte sich heraus, dass es sich dabei um einen in Rohbau befindlichen Hotel-Komplex handelt.“
Dass Nawalny „nun wegen eines Verstoßes gegen Bewährungsauflagen in Haft genommen wurde, ist aus juristischer Sicht meines Erachtens nicht zu beanstanden.“ Aktuell lamentiere der Inhaftierte „ebenso wie seinerzeit die Ukrainerin Julia Timoschenko über die Zustände im Gefängnis.“ Bittner würde es nicht überraschen, sollte der Oppositionspolitiker erneut „eine Sonderbehandlung“ fordern, etwa wieder in den Kliniken der Charité. Laut Medienberichten befand sich der Kreml-Kritiker noch bis vor wenigen Tagen im Hungerstreik.
Haftanstalt, in der sich Alexej Nawalny befindet (Archivbild) - SNA, 1920, 22.04.2021
Der Werte-Westen bangt um einen russischen Hungerstreikenden – andere Gefangene sind ihm egal
„In anderen Ländern wäre Nawalny vermutlich schon lange wegen Hochverrats angeklagt worden und hätte wahrscheinlich eine langjährige Freiheitsstrafe zu erwarten“, zog der Jurist und Autor einen abschließenden Vergleich.
Das vollständige Interview mit dem SNA-Gesprächspartner zu seinem Buch „Der Neue West-Ost-Konflikt“ erscheint am Samstag.
Das Radio-Interview (Teil 3) mit Dr. Wolfgang Bittner zum Nachhören
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