„Rivalität und Streit“ zwischen EU-Kommission und Rat? Ankara macht EU für „Sofagate“ verantwortlich

© REUTERS / PRESIDENTIAL PRESS OFFICEUrsula von der Leyen und Charles Michel beim Treffen mit Recep Tayyip Erdogan in Ankara am 6. April 2021
Ursula von der Leyen und Charles Michel beim Treffen mit Recep Tayyip Erdogan in Ankara am 6. April 2021 - SNA, 1920, 06.05.2021
Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu sieht die Verantwortung für einen Eklat um die Sitzordnung bei dem Türkeibesuch von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel im April klar in Brüssel. Dies gab er laut der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag bekannt.
Die Situation sei durch die „Rivalität und den Streit“ zwischen EU-Kommission und Rat entstanden, sagte Cavusoglu bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas in Berlin. Nur das Team des Rats habe an den Vorbereitungsgesprächen teilgenommen und die Sitzordnung vorgegeben.
„Ich habe mich zuerst auch gewundert, als ich das dann gesehen habe“, zitiert die Nachrichtenagentur den türkischen Minister.
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Es sei falsch, den Konflikt innerhalb der EU auf die Türkei zu übertragen. Man bedauere die Rivalität zwischen den beiden Institutionen.
„Die mächtige Europäische Union sollte wegen eines Protokolls nicht so streiten.“
Es sei zudem „nicht richtig“, dass von der Leyen behaupte, das sei alles passiert, weil sie eine Frau sei, obwohl sie die Situation kenne. Man habe besonderen Respekt vor der EU-Kommissionschefin, so Cavusoglu.
Ursula von der Leyen und Charles Michel beim Treffen mit Recep Tayyip Erdogan in Ankara am 6. April 2021 - SNA, 1920, 22.04.2021
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Bei dem Besuch Anfang April hatte nur Charles Michel auf einem Sessel neben dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan Platz nehmen dürfen. Von der Leyen musste wie der türkische Außenminister abseits auf einem Sofa sitzen. Der Vorfall wurde als „Sofagate“ bekannt.
Von der Leyen hatte nach dem Besuch im Europaparlament Vorwürfe gegen die Türkei erhoben und gesagt, sie sei nicht ihrem Amt gemäß behandelt worden, weil sie eine Frau sei.
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