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EU plant militärische Anti-Terror-Hilfe in Mosambik

© AFP 2021 / EMIDIO JOSINEMilitärausbildung durch US-Spezialkräfte in Mosambik (Archivbild)
Militärausbildung durch US-Spezialkräfte in Mosambik (Archivbild) - SNA, 1920, 06.05.2021
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Seit 2017 wird der Norden Mosambiks immer wieder von islamistischen Rebellen angegriffen. Nun will die EU eine militärische Hilfsmission in den südostafrikanischen Staat entsenden.
Die Europäische Union will im Norden Mosambiks die Regierungstruppen mit einem Militäreinsatz unterstützen. Terroristen haben immer größeren Einfluss in der Region.

„Wir werden versuchen, eine Ausbildungsmission zu entsenden, wie wir sie in der Sahelzone haben, um die Sicherheitslage in Mosambik beherrschbar zu machen“, zitierte die Deutsche Presse-Agentur (DPA) den EU-Außenbeauftragten Josep Borrell am Donnerstag bei einem Treffen der Verteidigungsminister der EU-Staaten in Brüssel.

Die Regierung des südostafrikanischen Landes hatte um Hilfe gebeten, berichtet die DPA.
Demnach greifen islamistische Rebellen den Norden Mosambiks seit 2017 brutal an. Dem UN-Flüchtlingshilfswerk zufolge wurden mehr als 530.000 Menschen vertrieben. Die Rebellion hat ihre Wurzeln laut Experten in den Missständen und Klagen der Bewohner der Region. Der Norden des Landes ist sehr arm, und die Regierung hat sie jahrelang vernachlässigt.

Französischer Energiekonzern in der Region

Zuletzt wurde unter anderem mehrfach die Küstenstadt Palma angegriffen. In der Region ist der französische Energiekonzern „Total“ an einem knapp 17 Milliarden Euro teuren Flüssiggasprojekt beteiligt. Er brachte gut 1000 Mitarbeiter vor den Terroristen in Sicherheit.
Wie ein EU-Einsatz in Mosambik genau aussehen könnte, bleibt zunächst unklar. An der Ausbildungsmission für die Sahelzone (EUTM Mali), die Borrell als Orientierungspunkt nannte, sind bis zu 1077 Soldaten beteiligt. Deutschland stellte davon zuletzt bis zu 450. Vom 1. Juni an sollen es bis zu 600 Soldatinnen und Soldaten sein.
Die EU will die Streitkräfte in der Region beraten und ausbilden, damit diese Bedrohungen durch terroristische Gruppen effektiv entgegentreten können. Eine Beteiligung an Kampfeinsätzen umfasst das Mandat allerdings nicht.
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