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U-Bahnbrücke in Mexiko-Stadt eingestürzt – mindestens 23 Tote und 70 Verletzte

© REUTERS / LUIS CORTESEinsturz einer U-Bahnbrücke in Mexiko-Stadt
Einsturz einer U-Bahnbrücke in Mexiko-Stadt - SNA, 1920, 04.05.2021
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Beim Einsturz einer U-Bahnbrücke in Mexiko-Stadt sind 23 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 70 Menschen wurden verletzt. Unter den Opfern sollen auch Minderjährige sein.
„Wir bedauern, dass es Tote gegeben hat“, schrieb Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) bei Twitter. Unter den Opfern seien Minderjährige, berichteten Medien unter Berufung auf die Politikerin. Demnach wurden mindestens 70 Menschen verletzt, einige schwer. Mindestens 49 wurden in Krankenhäuser gebracht. Zuvor war von 20 tödlich Verunglückten und mindestens 49 Verletzten berichtet worden.
Am späten Montagabend (Ortszeit) stürzten laut Medienberichten mehrere Waggons einer U-Bahn der Linie 12 einige Meter in die Tiefe und stießen miteinander zusammen. Unter dem eingestürzten Abschnitt der Überführung seien Autos unterwegs gewesen. Rettungskräfte holten Passagiere mit einer Leiter aus den herabhängenden Waggons.
Die Rettungsarbeiten wurden durch zahlreiche Schaulustige behindert, die den Einsatzkräften den Weg verstellten. Die Behörden riefen auf, die Unfallstelle weiträumig zu umfahren.
„Wir hörten nur ein lautes Donnern und alles stürzte nach unten“, zitierte die Zeitung „Universal“ eine 26 Jahre alte Überlebende. Zahlreiche Menschen hätten mit ihr im Waggon gesessen oder gestanden. Sie seien durch die Luft geflogen und gegen die Decke geschleudert worden. Plötzlich sei das Licht ausgegangen und die Menschen hätten geschrien, schilderte eine andere Frau in einem auf dem Twitter-Account des Blatts veröffentlichten Video.
Sie sei auf die Menge gefallen und später aus dem Waggon gekommen, berichtete die Frau weiter. Viele der Passagiere hätten um Hilfe gerufen.
Anwohner hatten Berichten zufolge bereits vor Jahren Schäden an Pfeilern entlang der Strecke der U-Bahnlinie 12 angeprangert. Nach dem schweren Erdbeben im September 2017 hätten Bürger sich gesorgt, das Bauwerk könne einstürzen, hieß es. Demnach waren nach dem Erdstoß der Stärke 7,1 unter anderem Risse aufgetreten. Es soll auch Vorwürfe der Korruption beim Bau der Strecke gegeben haben. Im Jahr 2014, nicht lange nach der Einweihung der Linie 12, war der Betrieb für Reparaturen monatelang unterbrochen worden.
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