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Bevor alle dran sind: Ethikrat-Mitglied will Studierende und Schüler vorrangig impfen lassen

© AFP 2021 / ANNETTE RIEDLDie deutsche Familienministerin Franziska Giffey steht am 18. März 2021 in der Sporthalle einer Schule, in der die Schüler von Medizinstudenten Erklärungen zur Verwendung von Coronavirus-Selbsttests erhalten. Symbolfoto.
Die deutsche Familienministerin Franziska Giffey steht am 18. März 2021 in der Sporthalle einer Schule, in der die Schüler von Medizinstudenten Erklärungen zur Verwendung von Coronavirus-Selbsttests erhalten. Symbolfoto. - SNA, 1920, 04.05.2021
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Laut Humangenetiker und Mitglied des Ethikrates, Wolfram Henn, sollten Studierende und Schüler für die Corona-Impfung priorisiert werden, bevor die Impfung für alle freigegeben wird. Anders als für die Jugendlichen ab 16 Jahren sind die Impfstoffe allerdings noch nicht für Kinder zugelassen.
„Durch die medizinisch begründeten Priorisierungen sind wir jetzt weitgehend durch“, sagte Wolfram Henn der „Berliner Zeitung“. Die meisten Hochrisikogruppen seien nun geimpft und man brauchte eine soziale Begründung, um Studierende und Schüler bei der Impfung zu bevorzugen.
„Da sind die Bildungschancen ganz vorne zu sehen“, erklärte Henn dabei, denn Kinder und Jugendliche müssten durch die Corona-Maßnahmen die größten Langzeitschäden in ihrer Lebensperspektive hinnehmen. „Das ist die nächste Priorisierungsgruppe, die unbedingt kommen muss, bevor eine Impffreigabe für alle erfolgt.“ Wichtig sei auch, dass die Impfung der Jüngeren so unbürokratisch wie möglich verlaufe, wie etwa mit einem Studierendenausweis bei der Hausärztin.

Impfungen für alle schon im Juni?

Zuvor hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wiederholt angekündigt, dass die festgelegte Impfreihenfolge im Juni aufgehoben werden könnte. Ob dann aber ausreichend Impfstoff bereitsteht, um alle Willigen zu impfen, bleibt offen.
Impfstoff von Pfizer/BioNTech - SNA, 1920, 29.04.2021
Biontech: Zulassungsantrag für Impfstoffe für Kinder ab 12 in Kürze
Tatsache ist, dass die in Deutschland bereits verabreichten Impfstoffe gegen Covid-19 für Menschen erst ab dem 16. Lebensjahr zugelassen worden sind. Laut den neuen Daten der Biontech-Entwickler hat der Impfstoff jedoch bei über 1.000 Probanden ab zwölf Jahren eine Wirksamkeit von 100 Prozent bzw. eine gute Verträglichkeit gezeigt. Am Mittwoch soll bei der europäischen Arzneimittelbehörde (Ema) laut Biontech-Chef Uğur Şahin die Zulassung des Biontech/Pfizer-Vakzins für Kinder ab zwölf Jahren beantragt werden. Bei der ersten Prüfung der bedingten Zulassung für den Impfstoff hatte die Ema im Dezember nur drei Wochen benötigt, dieses Mal könnte es genauso schnell gehen. Bisher ist der Impfstoff in der EU erst ab 16 Jahren zugelassen, in den USA ab zwölf Jahren.
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