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Verdi ruft Amazon-Beschäftigte in sieben deutschen Standorten zum Streik auf

© SNA / Alexej Witwizkij / Zur BilddatenbankAmazon-Logo
Amazon-Logo  - SNA, 1920, 03.05.2021
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Zum Auftakt der Tarifverhandlungen für den Einzel- und Versandhandel hat Verdi die Beschäftigten in sieben Amazon-Versandzentren in Deutschland zum Streik aufgerufen. Die Dienstleistungsgewerkschaft fordert vom Handelskonzern die Anerkennung der Flächentarifverträge sowie den Abschluss des Tarifvertrags „Gute und gesunde Arbeit“.
In der Nacht zum Montag sollen die Mitarbeiter in Werne, Leipzig, Rheinberg, Bad Hersfeld (zwei Standorte), Koblenz und Graben unter dem Motto „Tarifflucht beenden, Dumpinglöhne bekämpfen, Gesundheit schützen“ die Arbeit niederlegen, forderte Deutschlands mächtigste Gewerkschaft am Sonntag.
Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Frank Werneke - SNA, 1920, 01.05.2021
Verdi-Chef wirft Handelskonzernen respektlosen Umgang mit Beschäftigten vor
„Wir fordern in den Tarifrunden der verschiedenen Bundesländer Gehaltssteigerungen von 4,5 Prozent plus 45 Euro bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Außerdem darf kein Stundenlohn unter 12,50 Euro liegen“, erklärte Orhan Akman, der bei Verdi für den Einzel- und Versandhandel zuständig ist.
Er wies Behauptungen zurück, Amazon zahle bereits jetzt Gehälter oberhalb der Tariflöhne: „Das ist eine Mogelpackung. Weder Einmalzahlungen, Corona- und Streikbruchprämien oder die Ausgabe einzelner Aktien sind ein Ersatz für existenzsichernde Tariflöhne.“ Der Gewerkschafter forderte Bundestag, Bundesregierung und Europäische Union auf, Amazon endlich in die Verantwortung zu nehmen:
„Wir fordern, die Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels für allgemeinverbindlich zu erklären. Dann könnte sich Amazon den zwischen Verdi und den Arbeitgeberverbänden ausgehandelten Abschlüssen nicht mehr entziehen“, so Akman.
Der Handelskonzern wies die Kritik zurück. „Tatsächlich bietet Amazon bereits, was sie fordern: exzellente Löhne, exzellente Zusatzleistungen und exzellente Karrierechancen - und das alles in einer sicheren, modernen Arbeitsumgebung“, teilte Amazon laut der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Konzern rechnet nicht damit, dass Amazon-Kunden die Arbeitsniederlegungen zu spüren bekommen. Streiks hätten in der Vergangenheit kaum Auswirkungen gehabt.
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