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„Viele Tausend Leben“ dank Bundes-Notbremse gerettet – Präsident der Intensivmediziner

© REUTERS / FABRIZIO BENSCHKrankenpfleger in einem Berliner Krankenhaus
Krankenpfleger in einem Berliner Krankenhaus - SNA, 1920, 03.05.2021
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Laut dem Präsidenten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, ist die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen unmittelbar von den Maßnahmen der Bundes-Notbremse und den Impfungen abhängig und wird sinken. Von einer Entspannung will er aber noch nicht sprechen.
„Wir sind zuversichtlich, dass die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen sinken wird – und das hängt dann unmittelbar mit den Maßnahmen der Bundes-Notbremse, wie aber auch dem deutlichen Fortschritt beim Impfen zusammen“, sagte Gernot Marx, Präsident der Intensivmediziner am Montag gegenüber der „Rheinischen Post“. Dass die deutschen Infektionszahlen aber schon jetzt allmählich sinken, führt Marx auf die erste positive Bilanz der bundesweiten Corona-Notbremse zurück.
In Deutschland sind zum heutigen Montag 9160 Corona-Neuinfektionen an das RKI übermittelt worden. Gemeldet wurden zudem 84 weitere Todesfälle. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist jedoch erstmals seit einer Woche wieder leicht angestiegen und liegt nun bei 146,9.
Jedoch zeigt sich Marx davon überzeugt, dass das rückläufige Infektionsgeschehen in einer Woche auf den Intensivstationen sichtbar werde. Die Bundes-Notbremse habe aus seiner Sicht also viele tausend Menschenleben retten können. Doch es sei noch keine Entspannung da auf den Intensivstationen, sondern es werde seit gut einer Woche eine „Plateau-Bildung“ mit rund 5000 Corona-Patienten beobachtet.

„Wir haben berechtigte Hoffnung, dass die Kombination Bundes-Notbremse plus fortschreitende Impfkampagne uns die Pandemie in den nächsten Monaten bewältigen lässt, also dass die dritte auch die letzte große Covid-Patienten-Welle war“, so Marx.

Mitarbeiter der Intensivstation Ricardo Lange in der Bundespressekonferenz, 29. April 2021 - SNA, 1920, 30.04.2021
Intensivpfleger nimmt vor Spahn kein Blatt vor den Mund – und wird „als absoluter Held“ gefeiert
Die bundesweite Corona-Notbremse war am 24. April in Kraft getreten. Sie sieht konkrete Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den Gebieten vor, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz die Grenze von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern übersteigt. Besteht diese an drei aufeinanderfolgenden Tagen, treten am übernächsten Tag die Maßnahmen in Kraft, zu denen Kontaktbeschränkungen und eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr zählen. Die Kritik an der Wirksamkeit solch einer Bremse, vor allem an den Ausgangssperren, bleibt jedoch, wobei einige Mediziner die aktuell fallenden Zahlen eher mit dem saisonalen Verlauf des Erregers verbinden.
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