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Konzerte trotz Corona: Schweiz plant Pilotversuche

© AP Photo / Emilio MorenattiTest-Konzert in Barcelona, 27. März 2021
Test-Konzert in Barcelona, 27. März 2021 - SNA, 1920, 03.05.2021
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In Barcelona haben Ende März 5000 Menschen mit negativen Antigen-Tests und FFP2-Masken ein Konzert besucht. Ähnliche Pilotversuche sollen die Neuinfektionen nach dem Besuch von Großveranstaltungen zeigen. Positive Ergebnisse können aber täuschen, warnen Experten.
Ende März fand ein Pilotversuch in Barcelona statt, bei dem sich 5000 Menschen zu einem Konzert versammelt haben. Alle Teilnehmenden wurden vor dem Konzert auf die Infektion mit Sars-Cov-2 getestet und trugen während der gesamten Dauer eine FFP2-Maske. Auf Abstandsregeln wurde nicht geachtet. Der Versuch sollte dazu dienen, das Infektionsrisiko in großen Menschenmassen zu analysieren.
Bei keinem der 5000 Besucherinnen und Besucher ließ sich eine Corona-Infektion am Konzert der Band „Love of Lesbian“ nachweisen. Zwar seien sechs Personen nach dem Konzert positiv getestet worden, diese hätten sich jedoch in den meisten Fällen nachweislich später angesteckt.

„Alle kamen in Begleitung. Keiner der sechs gemeldeten Fälle wurde von der Begleitperson infiziert. Das deutet darauf hin, dass die Personen sich nicht am Konzert angesteckt haben“, zitierte das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) den Studienleiter Josep Maria Libre.

Die übrigen Anti-Corona-Maßnahmen wurden strengstens befolgt. Auch wurde speziell für das Konzert eine besonders leistungsfähige Lüftungsanlage installiert, welches das Risiko einer Infektion minimieren sollte.
Schutzmasken (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.04.2021
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Schweiz findet das Experiment verlockend

Immer mehr Länder führen solche Pilotversuche durch. An einer Pressekonferenz vom Dienstag sagte Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle bei dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz: „Solche Pilot-Veranstaltungen verfolgen wir mit großem Interesse. Der Bund überlegt sich auch, künftig solche Großveranstaltungen als Pilotanlässe durchzuführen.“
Dennoch sollten solche Experimente mit Bedacht durchgeführt werden: Laut der SRF- Wissenschaftsredakteurin, Katrin Zöfel, seien solche Studien lange nicht für die Realität ausgelegt. So dürfe auch für die Durchführung solcher Großveranstaltungen nicht das menschliche übersehen werden.

„Viele waren vermutlich sehr motiviert, sich möglichst gut zu verhalten. Viele, die das Konzert besuchten, wollten ja, dass es bald wieder Konzerte gibt“, so Zöfel.

Die Absichten und Motivationen von Menschen können sich jedoch ändern, wenn diese nicht mehr als Studienteilnehmende an Großveranstaltungen teilnehmen. Wissenschaftlich bleibe klar, dass jeder Schritt zur Öffnung mit potentiellen Neuinfektionen einhergeht. „Ein Nullrisiko gibt es nicht“, bestätigt Zöfel.
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