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Millionen orthodoxe Christen feiern Ostern

© SNA / Ewgenija Nowodschenina / Zur BilddatenbankOrthodoxe Christen feiern Ostern
Orthodoxe Christen feiern Ostern - SNA, 1920, 02.05.2021
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Millionen orthodoxe Christen haben am Sonntag weltweit Ostern gefeiert – einen Monat später als die westlichen Kirchen.
Anders als noch zu Beginn der Corona-Pandemie vor einem Jahr durften die Gläubigen vielerorts wieder die Gottesdienste besuchen.
In Russlands Hauptstadt Moskau sagte das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, in der Nacht zum Sonntag: Er wünsche sich, dass sein Volk bald und vollständig von dem Virus befreit werde. Das Osterfest gebe Hoffnung, dass die Pandemie überwunden werden könne.
Viele Gläubige in der Erlöserkathedrale in Moskau – der Hauptkirche des russisch-orthodoxen Christentums – trugen eine Maske. In vielen Ländern ließen die Geistlichen Gottesdienste im Internet und im Fernsehen übertragen, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren.
Den Gottesdienst in Moskau besuchte auch Russlands Präsident Wladimir Putin, ohne Mund-Nasen-Schutz. Er hatte sich kürzlich gegen das Virus impfen lassen. Der Präsident dankte dem Kreml zufolge der Kirche, dass sie „drängende soziale Probleme löse sowie Ideale und Familientraditionen in der Gesellschaft fördere. Kritiker werfen der orthodoxen Kirche eine zu große Nähe zum russischen Staat vor.

In Jerusalem feiern orthodoxe Christen das „Heilige Feuer“

In Jerusalem haben orthodoxe Christen das „Heilige Feuer“ gefeiert. Hunderte Menschen drängten sich am Samstag in der Grabeskirche in Jerusalems Altstadt. Zuvor war es in den Straßen nahe der Kirche zu Auseinandersetzungen zwischen Gläubigen und der Polizei gekommen. Zu der Grabeskirche hatten nur Corona-Geimpfte und Genesene Zutritt.
Das Licht in der Grabkapelle entzündet sich dem Glauben nach selbstständig. Die Grabeskirche steht an jener Stelle, wo der christlichen Überlieferung nach Jesus begraben worden und wieder auferstanden sein soll.
Dom, Kirche, Symbolbild - SNA, 1920, 12.04.2021
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Das Osterfest der orthodoxen Kirche richtet sich nach dem julianischen Kalender, der von der Zeitrechnung des allgemein geltenden gregorianischen Kalenders abweicht. Weil Ostern am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond des Frühlings gefeiert wird, ergibt sich in manchen Jahren ein wochenlanger Zeitunterschied. In der Orthodoxie gilt die Auferstehung Jesu als das größte Fest des Jahres.
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