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Ähnlicher Lebensstil: Deutsche Forscher benennen neue Bakterien-Gattung nach „Pokemon“-Spiel

© AFP 2021 / BEHROUZ MEHRIPokemon-Spielzeuge in einem Geschäft in Tokio
Pokemon-Spielzeuge in einem Geschäft in Tokio  - SNA, 1920, 02.05.2021
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Ein Forschungsteam der Universität Köln hat bisher unbeschriebene Bakterien entdeckt und die neue Gattung „Pokemonas“ benannt. Das folgt aus einer Mitteilung der Hochschule auf ihrer Webseite.
Die Namenswahl sei auf den Lebensstil der winzigen Organismen zurückzuführen, die in kugelförmigen Amöben leben. Das erinnerte die Wissenschaftler an die Mini-Monster aus dem Spiel „Pokemon“, die – wenn sie gerade nicht gebraucht werden – in kugelrunden Bällen aufbewahrt werden. Im Spiel sind das die sogenannten Pokebälle.
„Bakterien der Ordnung Legionellales haben schon lange das Interesse der Wissenschaft geweckt, denn einige dieser Bakterien sind dafür bekannt, bei Mensch und Tier Lungenerkrankungen hervorrufen zu können – so etwa die ‚Legionärskrankheit‘, die durch die Art Legionella pneumophila ausgelöst wird und mitunter tödlich verlaufen kann. Die Legionellales-Bakterien leben und vermehren sich als intrazelluläre Parasiten in den Zellen von Mikroorganismen als Wirte“, heißt es.
Valles Marineris (Archivbild) - SNA, 1920, 16.02.2021
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Die Wirte der Legionellales seien insbesondere Amöben. Das Kölner Wissenschaftlerteam hatte für seine Untersuchung Amöben der Gruppe Thecofilosea ausgewählt.
„Wir wollten Amöben auf Legionellales untersuchen und haben für unsere Forschung eine Gruppe von Amöben ausgewählt, die keine nähere Verwandtschaft zu den bisher untersuchten Wirten aufweist. Die Wahl fiel auf die von der Forschung häufig übersehene Amöben-Gruppe Thecofilosea“, erläuterte der beteiligte Forscher Marcel Dominik Solbach.
Tatsächlich gelang es den Wissenschaftlern nach eigenen Angaben, auch in den Thecofilosea-Amöben verschiedene Legionellales-Arten nachzuweisen – unter anderem zwei bis dato unbeschriebene Gattungen. Die neuen Erkenntnisse sollen nach Angaben der Forscher unter anderem dazu beitragen, die Infektionswege besser zu verstehen, um Ausbrüche der Krankheiten bei Menschen verhindern zu können.
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