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Wegen Kommentar zur Explosion in Vrbetice: Tschechiens Premier lädt Justizministerin vor

© REUTERS / FRANCOIS LENOIRTschechischer Premierminister Andrej Babis
Tschechischer Premierminister Andrej Babis - SNA, 1920, 02.05.2021
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Der tschechische Premierminister, Andrej Babis, hat die Justizministerin, Maria Benesova, vorgeladen. Der Grund dafür sind ihre Worte, dass es mehr als zwei Versionen der Explosion im Munitionslager in Vrbetice gibt.
„Die Polizei arbeitet mit dieser russischen Version. An den Explosionen sind Beamte des russischen Geheimdienstes GRU beteiligt, insbesondere die Einheit 29155. Es gibt keine anderen Versionen. Frau Benesova erhielt allgemeine Informationen. Ihre Rede hat mich nicht gefreut, sie kam jemand anderem als den Tschechen zugute“, erklärte der Erste Stellvertreter des Premierministers, Jan Hamacek, im tschechischen Fernsehen.
Er gab nicht bekannt, ob man Benesova wegen diesen Aussagen entlassen werde, betonte aber, der Premierminister würde eine Entscheidung treffen.
Hamacek erinnerte auch daran, dass es bis zu den Parlamentswahlen nur noch fünf Monate seien und es nicht notwendig sei, das Kabinett zu ändern.
„Jetzt werden wir nichts ändern. Wir wissen, was die Russen getan haben, wir wissen, wie sie es getan haben. Sie wissen, dass sie es getan haben, und sie wissen, dass wir wissen, dass sie es getan haben. Das einzige, was sie nicht wissen, ist was wir gegen sie in der Hand haben“, schloss der Politiker.
Benesova hatte am 29. April geäußert, dass es mehr als zwei Versionen des Vorfalls mit den Explosionen in Lagern in Vrbetice im Jahr 2014 gebe. Sie war nach eigenen Angaben in der Regierungssitzung anwesend, als dieses Thema erörtert wurde, und sie hatte eine Meinung, die der von Präsident Milos Zeman ähnle. Sie betonte, sie habe nur die Nachricht der Spionageabwehr gesehen, niemand habe den Zugang zu den „echten“ Materialien der Untersuchung.
Prag - SNA, 1920, 23.04.2021
Tschechischer Premier: Prag an „korrekten Beziehungen“ zu Moskau interessiert

Ausweisung russischer Diplomaten aus Prag

Tschechien hatte russischen Geheimdiensten in der vergangenen Woche vorgeworfen, hinter der Explosion im Munitionslager im tschechischen Vrbetice im Jahr 2014 zu stecken. In diesem Zusammenhang verwies Tschechien 18 russische Diplomaten des Landes. Moskau wies den Vorwurf zurück und erklärte als Reaktion 20 Mitarbeiter der tschechischen Botschaft für unerwünscht.
Am Mittwoch drohte der tschechische Außenminister, Jakub Kulhanek, die Personalstärke der russischen Botschaft auf fünf Diplomaten zu kürzen, sollte Russland den ausgewiesenen tschechischen Diplomaten keine Rückkehr nach Moskau erlauben.
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