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Verdi-Chef wirft Handelskonzernen respektlosen Umgang mit Beschäftigten vor

CC BY-SA 3.0 / Olaf Kosinsky / Wikimedia CommonsVorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Frank Werneke
Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Frank Werneke - SNA, 1920, 01.05.2021
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Frank Werneke hat Handelsketten und Baumärkten vorgeworfen, ihre Beschäftigten in der Corona-Pandemie ohne Respekt zu behandeln und schlecht zu bezahlen. Sonntagsöffnungen nach der Pandemie lehnt er ab. „Das hilft dem Handel gar nicht“, so der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.
„Die Handelskonzerne haben sich dumm und dämlich verdient in den letzten Wochen und Monaten, die Drogeriekonzerne, die Baumärkte, und es hat nichts, noch nicht einmal einen feuchten Händedruck für die Beschäftigten gegeben, keinerlei Anerkennung, keinerlei finanzielle Verbesserung“, sagte der Verdi-Chef am Freitag im ZDF-„heute journal“.
Während es in anderen Branchen finanzielle Anerkennung für Mitarbeiter gegeben habe, sei das in den Handelskonzernen nicht so gewesen, so Werneke, der kurz vor der Pandemie als neuer Chef von Deutschlands mächtigster Gewerkschaft angetreten war.
„Und deshalb treten wir jetzt dafür ein, uns das in den bevorstehenden Tarifrunden des Handels zu holen.“
Sonntagsöffnungen nach der Pandemie lehnte der Gewerkschafter strikt ab. „Das hilft dem Handel gar nicht“, sagte der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft. Er verlangte von der SPD, noch das geplante Gesetz zur Einschränkung befristeter Arbeitsverträge durchzusetzen. Das stehe im Koalitionsvertrag und sei dringlich, um das Vorgehen großer Logistik- und Versandhändler wie etwa Amazon zu unterbinden.
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„Angesichts der steigenden Arbeitslosigkeit nutzen diese Arbeitgeber die Arbeitsmarktlage aus und stellen praktisch nur auf Befristung und aufgrund sachgrundloser Befristung ein“, kritisierte der Verdi-Vorsitzende. Das heiße, je kritisch die Arbeitsmarktlage werde, desto mehr steige die Befristung.
Zum Vorschlag, die Impfpriorisierung in sozialen Brennpunkten in Deutschland aus Solidarität aufzugeben, sagte der Verdi-Chef, es sei wichtig, dass hier die Hausärzte zum Zug kommen. Werneke verwies ferner auf Impfstoffversorgungsprobleme und rief auf, mit Kultur- und Religionsgemeinschaften stärker zu arbeiten, um die Impfbereitschaft zu erhöhen.
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