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Vier Tote in Pflegeheim: Aufsicht prüfte Potsdamer Einrichtung einen Tag vor Gewalttat

© AFP 2021 / ODD ANDERSENBluttat in Potsdamer Heim
Bluttat in Potsdamer Heim  - SNA, 1920, 01.05.2021
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Das Potsdamer Behinderten-Wohnheim, in dem vier Menschen getötet wurden, hat die Aufsicht nach Angaben der Brandenburger Landesregierung nur einen Tag vor der Tat übergeprüft.
„Die Aufsicht für unterstützende Wohnformen prüft regelmäßig auch im Thusnelda-von-Saldern-Haus die Pflegesituation“, teilte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Gabriel Hesse, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mit.
„Dabei wurde von ihr aus auch das Thema ‚Umgang mit besonderen Belastungen während der Corona-Pandemie, Gewalt in der Pflege‘ angesprochen. Ihr wurden keine Vorfälle berichtet.“
Nach ihrer Einschätzung sei der Träger auch in Bezug auf die Begleitung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diesbezüglich „fachgerecht und angemessen aufgestellt“.

Vier Tote in Potsdamer Heim gefunden

In der Krankenanstalt in Potsdam-Babelsberg kam es am Mittwochabend wegen des Verdachts einer Ermordung zu einem Polizeieinsatz. In verschiedenen Krankenzimmern einer Station wurden insgesamt vier Menschen mit tödlichen Verletzungen und eine weitere schwer verletzte Person aufgefunden.
Die Verletzungen der Opfer gehen nach Angaben der Ermittler auf schwere äußere Gewalteinwirkung zurück. Die Todesopfer wiesen nach dpa-Informationen schwere Schnittverletzungen an der Kehle auf. Zum Tathergang hat die Staatsanwaltschaft bisher aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben gemacht.
Polizeieinsatz am Ort des Massenmordes im Potsdamer Klinikum, 29. April 2021 - SNA, 1920, 29.04.2021
Vier Tote in Potsdamer Krankenhaus gefunden – Tatverdächtige festgenommen
Eine langjährige Pflege-Mitarbeiterin der Wohnstätte für Körper- und Mehrfachbehinderungen in Potsdam steht nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft im Verdacht, vier Bewohner zwischen 31 und 56 Jahren gewaltsam getötet zu haben.
Eine Haftrichterin hatte die 51-jährige Tatverdächtige vorläufig in eine psychiatrische Klinik in Brandenburg/Havel eingewiesen. Sie soll auf ihre Schuldfähigkeit hin begutachtet werden. Nach Angaben der diakonischen Einrichtung Oberlinhaus, zu der das Wohnheim gehört, war die Frau bisher nicht psychisch auffällig geworden.
Pflegeeinrichtungen werden von der Aufsicht für unterstützende Wohnformen (AuW, früher Heimaufsicht) laut Gesundheitsministerium grundsätzlich einmal im Jahr im Rahmen einer Regelüberwachung aufgesucht.
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