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„Auf den falschen Knopf gekommen“: Ehemann der Berliner AfD-Chefin verbreitet Mordaufruf an Merkel

© REUTERS / MICHELE TANTUSSIBundeskanzlerin Angela Merkel
Bundeskanzlerin Angela Merkel - SNA, 1920, 01.05.2021
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Günter Brinker, ehemaliger Berliner AfD-Chef und Ehemann der aktuellen Landeschefin Kristin Brinker, hat einen Mordaufruf an Kanzlerin Angela Merkel weitergeleitet. Den Beitrag hat er in einem AfD-internen Facebook-Chat geteilt.
Von wem er ursprünglich stammt, ist unklar. Dass Günter Brinker den Aufruf geteilt hat, ist jedoch unbestritten. Dem Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ liegt ein Screenshot der Nachricht vor.
Jetzt behauptet der Ex-AfD-Landeschef, die Nachricht sei ein Versehen gewesen, er sei „auf den falschen Knopf gekommen“.
Ähnlich äußerte sich Kristin Brinker: Ihr Mann sei „nicht so firm in technischen Dingen“, teilte sie „Business Insider“ zufolge mit.
In dem Post, den Brinker in der Nacht zum Freitag um 01.13 Uhr in den Gruppenchat weiterleitete, heißt es wörtlich: „Was da abgeht ist eine bodenlose Frechheit, das die Merkel Drecksau überhaupt noch lebt wunder mich sehr. Ich denke das Stück Dreck ist so beschützt das keiner dazu kommt, oder die Deutschen haben keine Eier?“ Die Nachricht wurde von mehreren Gruppenmitgliedern — darunter Kirsten Brinker, Berliner AfD-Chefin und Günter Brinkers Ehefrau — gelesen, aber nicht kommentiert. Insgesamt blieb sie fast neun Stunden online.
Knapp neun Stunden später soll die weitergeleitete Nachricht in dem AfD-Chat gelöscht worden sein, heißt es in dem Bericht weiter. Günter Brinker habe darum gebeten - und erklärt, er habe sie eigentlich löschen statt teilen wollen. „Bitte um Entschuldigung und um Löschung.“ Wie "Business Insider" jedoch berichtet, war der Mordaufruf zu diesem Zeitpunkt schon auf die Tagesordnung des AfD-Landesvorstands gesetzt worden.
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In seiner Stellungnahme für das Magazin distanzierte sich Günter Brinker vom Inhalt der von ihm weitergeleiteten Mitteilung. Allerdings verweist Business Insider" auch auf eigene Nachrichten Brinkers, in denen er AfD-Funktionäre geschmäht und bedroht habe
Brinkers Version der Geschehnisse wirft weitere Fragen auf. Wer einen Post bei Facebook weiterleiten will, muss zunächst unter diesem auf „Teilen“ klicken und dann gezielt die Gruppe oder den Chat auswählen, in die der Post weitergeleitet werden soll. Diese Funktion sei an ganz anderer Stelle zu finden als das Löschen.
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