Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Tausende Menschen in Prag demonstrieren gegen tschechischen Präsidenten Zeman – Fotos

© AP Photo / Petr David JosekDemo gegen Zeman in Prag, 29. April
Demo gegen Zeman in Prag, 29. April  - SNA, 1920, 30.04.2021
Abonnieren
Rund 10.000 Menschen haben sich am Donnerstagabend auf dem zentralen Wenzelsplatz in Prag versammelt, um gegen Milos Zeman zu demonstrieren. Sie werfen dem Präsidenten Staatsverrat wegen seiner „prorussischen“ Erklärungen in Bezug auf die Explosion im Munitionslager in Vrberice 2014 vor.
Die Organisatoren der Demos, Mitglieder der Bewegung „Eine Million Augenblicke für Demokratie“, forderten die Teilnehmer auf, eine Petition zu unterzeichnen, in der der Senat aufgerufen wird, eine Verfassungsklage gegen Zeman wegen seiner Äußerungen am 25. April einzureichen.
„Statt der Unterstützung seines Staates wiederholt Präsident Zeman dieselben Märchen wie russische Desinformationsseiten und die russische Propaganda“, sagte der Vorsitzende der Organisation, Benjamin Roll.
„Sein Verbleiben im Amt ist eine Gefahr für die Sicherheit unserer Republik“, erklärte er weiter.
Zu Protestaktionen kam es auch in anderen Städten Tschechiens. Viele Menschen hielten Plakate mit Parolen gegen Zeman und gegen Russland.
 Lawrow im großen Interview - SNA, 1920, 28.04.2021
Lawrow im großen Interview: Liste unfreundlicher Staaten kommt bald
Zeman zur Verwicklung russischer Geheimdienste in Explosion
Laut Zeman verfügen tschechische Geheimdienste über keine Beweise darüber, dass angebliche russische Agenten die Umgebung der Ortschaft Vrberice zum Zeitpunkt der Explosion besucht hätten. Es gäbe auch viele ungeklärte Umstände, daher sei es notwendig, auf die Ergebnisse der Untersuchung zu warten.
Er sagte weiter, dass er zuvor nie über eine mögliche Beteiligung Russlands an dem Vorfall informiert worden sei. „Nach den Explosionen in Vrbetica hat der Abwehrdienst sechs Jahre lang in keinem seiner Jahresberichte, selbst in dem streng vertraulichen Teil, eine mögliche Beteiligung von Mitarbeitern der russischen Geheimdienste gemeldet“, sagte Zeman im tschechischen Fernsehen.
Sollte Moskau wirklich schuldig sein, dann würde der Atomkonzern Rosatom von der Liste der Bewerber um den Ausbau des Atomkraftwerks Dukovany im Südosten des Landes gestrichen werden. Wenn aber dieser Verdacht widerlegt werde, handle es sich um ein Spiel der Geheimdienste, das schwerwiegende Folgen für das politische Leben Tschechiens haben könnte.
Die Beziehungen zwischen Tschechien und Russland sind derzeit äußerst angespannt. Beide Länder wiesen gegenseitig Dutzende Diplomaten aus.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала