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Quartalbericht: Zahl der Angriffe in Afghanistan deutlich zugenommen

© REUTERS / Goran TomasevicUS-Soldaten sprengen eine Bombe (Symbolbild)
US-Soldaten sprengen eine Bombe (Symbolbild) - SNA, 1920, 30.04.2021
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Im den ersten drei Monaten des Jahres ist die Gewalt in Afghanistan deutlich gestiegen. Dies teilte die Aufsichtsbehörde der US-Regierung für den Wiederaufbau Afghanistans mit.
Der US-Generalinspektor für den Wiederaufbau in Afghanistan (Sigar) legte am Freitag den ersten Quartalbericht für das Jahr 2021 vor. Demnach stieg die Zahl der sogenannten „feindlichen Angriffe“ („Enemy Initiated Attacks“/EIA) im Zeitraum von Januar bis März um 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei geht es um Angriffe von Aufständischen wie den Taliban, die von der Nato-Mission Resolute Support erfasst werden. Laut dem Bericht „erhöhte sich erheblich“ auch die Zahl der afghanischen Sicherheitskräfte, die verletzt oder getötet wurden. Für beide Kategorien werden keine absoluten Zahlen mehr veröffentlicht, aber noch Trends.
U.S. Marines scannen den nordwestlichen Bereich des amerikanischen Militärgeländes auf dem afghanischen Flughafen Kandahar (Symbolbild) - SNA, 1920, 29.04.2021
US-Truppenabzug aus Afghanistan eingeleitet
Gleichzeitig stieg die Zahl der sogenannten „Insider-Angriffe“, bei denen heimische Sicherheitskräfte ausländische Soldaten angreifen. Dem Bericht zufolge wurden in diesem Quartal bei 31 Insider-Angriffen 115 Sicherheitskräfte getötet; das ist ein Anstieg um 82 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Die UN-Mission (Unama) hatte bereits im Februar einen Anstieg an zivilen Opfern im ersten Quartal um fast 30 Prozent dokumentiert.

US-Truppenabzug nach über 18 Jahren Krieg

Die Vereinigten Staaten hatten unter Donald Trump im Februar 2020 ein Friedensabkommen mit den Taliban unterzeichnet: das erste Abkommen dieser Art seit mehr als 18 Kriegsjahren. Die Vereinbarung sieht unter anderem den Abzug amerikanischer Truppen aus Afghanistan binnen 14 Monaten und die Aufnahme von innerafghanischen Gesprächen mit dem Ziel des Gefangenenaustauschs vor. Der Truppenabzug ist gemäß der Vereinbarung bis 1. Mai dieses Jahres abzuschließen. Durch die Verschiebung der Abzugsfrist auf den 11. September verstößt die Biden-Regierung jedoch gegen die Vereinbarung.
Die Taliban mahnten ihrerseits an, sie würden das Friedensabkommen nicht länger einhalten und möglicherweise ausländische Truppen angreifen, sollten diese über den 1. Mai hinaus in Afghanistan bleiben.
Am 14. April kündigte US-Präsident Joe Biden in einer Rede in Washington den Abzug der US-Truppen aus Afghanistan an, um den „ewigen Krieg“ zu beenden. Am selben Tag war berichtet worden, dass Großbritannien fast sein ganzes Truppenkontingent aus Afghanistan abziehen will.
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