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Deutschland erlässt Haftbefehl gegen mutmaßlichen IS-Geldbeschaffer

© AP Photo / Winfried RothermelBundesverfassungsgericht in Karlsruhe (Archivbild)
Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe  (Archivbild) - SNA, 1920, 30.04.2021
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Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat gegen einen mutmaßlichen Geldbeschaffer für die Terrorvereinigung „Islamischer Staat“ einen neuen Haftbefehl erlassen und die Entscheidung am Freitag auf ihrer offiziellen Webseite bekanntgegeben.
Dem irakischen Staatsangehörigen Aymen A.-J. wird demzufolge neben der IS*-Mitgliedschaft die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen. Der Beschuldigte war bereits am 2. Januar 2021 vorläufig festgenommen worden und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
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Aymen A.-J. soll eine zentrale Rolle bei der Geldbeschaffung für den IS in Deutschland gespielt und Spendensammlungen organisiert haben. Auch soll er Finanzmittler zwischen IS-Unterstützern in Deutschland sowie IS-Mitgliedern in Syrien gewesen sein.
Nach Behördenangaben kam der Beschuldigte Anfang 2016 vom Irak nach Deutschland. Von Juni bis September 2020 soll er mehrfach Geldbeträge mit einem Gesamtvolumen von mindestens 12.000 US-Dollar (rund 10.000 Euro) nach Syrien und in den Libanon transferiert haben.
Die Gelder wurden dazu eingesetzt, „Glaubensschwestern“ in syrischen Flüchtlingslagern zu versorgen oder für ihre Rückkehr zum „Islamischen Staat“ Schlepper zu bezahlen. Der in den Libanon übermittelte Geldbetrag war dafür vorgesehen, einen inhaftierten IS-Kämpfer aus dem Gefängnis zu befreien und ihm die Rückkehr zur Terrorvereinigung zu ermöglichen.
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Anfang des Jahres wurde der Iraker an der deutsch-schweizerischen Grenze festgenommen; er war laut der Bundesanwaltschaft auf dem Weg nach Syrien oder Afrika, um für die Terrormiliz zu kämpfen. Die zwischenzeitlich von der Generalstaatsanwaltschaft München geführten Ermittlungen hatte die Bundesanwaltschaft am 29. März übernommen.
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