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Medien: Clinton und Rice kritisieren Biden für US-Truppenabzug aus Afghanistan

© AP Photo / Hans PenninkHillary Clinton
Hillary Clinton - SNA, 1920, 30.04.2021
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Die ehemaligen US-Außenministerinnen Hillary Clinton und Condoleezza Rice haben am Mittwoch den Plan von Präsident Joe Biden, die US-Truppen aus Afghanistan abzuziehen, kritisiert. Dies berichtet das Portal „Axios“ unter Verweis auf Quellen.
Dies sollen die beiden Frauen in einem Zoom-Aufruf für Mitglieder des House Foreign Affairs Committee gesagt haben.
„Ein wenig Meinungsverschiedenheit über Afghanistan, aber beide waren sich einig, dass wir eine Mission zur Terrorismusbekämpfung irgendwie außerhalb dieses Landes aufrechterhalten müssen“, sagte ein Mitglied des Außenpolitischen Ausschusses gegenüber Axios.
Die ehemaligen Ministerinnen äußerten demnach Bedenken hinsichtlich der möglichen negativen Folgen eines schnellen Abzugs der US-Truppen.
„Condi Rice sagt: ‚Weißt du, wir müssen eventuell wieder zurück‘“, so ein Teilnehmer der Zoom-Veranstaltung.
Clinton und Rice waren auch besorgt über den Schutz der US-Diplomaten vor Ort nach dem Rückzug. „Mit dem Potenzial für den Islamischen Staat* und dem, was sie unseren Auftragnehmern in Jemen und Afghanistan antun werden, wird es dort leider tragisch, und wir alle sehen es kommen“, sagte der republikanische Vertreter für den Ausschuss, Mike McCaul.
US-Soldaten sprengen eine Bombe (Symbolbild) - SNA, 1920, 30.04.2021
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US-Truppenabzug nach über 18 Jahren Krieg

Die Vereinigten Staaten haben unter Donald Trump 2020 ein Friedensabkommen mit den Taliban unterzeichnet: das erste Abkommen dieser Art seit mehr als 18 Kriegsjahren. Die Vereinbarung sieht unter anderem den Abzug amerikanischer Truppen aus Afghanistan binnen 14 Monaten und die Aufnahme von innerafghanischen Gesprächen mit dem Ziel des Gefangenenaustauschs vor. Der Truppenabzug ist gemäß der Vereinbarung bis 1. Mai dieses Jahres abzuschließen. Durch die Verschiebung der Abzugsfrist auf den 11. September verstößt die Biden-Regierung jedoch gegen die Vereinbarung.
Die Taliban mahnten ihrerseits, sie würden das Friedensabkommen nicht länger einhalten und möglicherweise ausländische Truppen angreifen, sollten diese über den 1. Mai hinaus in Afghanistan bleiben.
*IS, auch „Islamischer Staat", eine in Russland und in Deutschland verbotene Terrororganisation
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