Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Bundeswehr darf in Mali keinen Überwachungsballon zum Schutz einsetzen

CC BY-SA 4.0 / Tim Rademacher / Wikimedia Commons (cropped)Soldaten der KSK-Einheit beim Tag der Bundeswehr 2017 auf dem Heeresflugplatz Faßberg
Soldaten der KSK-Einheit beim Tag der Bundeswehr 2017 auf dem Heeresflugplatz Faßberg - SNA, 1920, 30.04.2021
Abonnieren
Die Bundeswehr wird auf einen Überwachungsballon zum Schutz ihres Feldlagers in Gao in Mali verzichten müssen. Die Vereinten Nationen haben den Soldaten dessen Einsatz verweigert, berichtet die Deutsche Presse-Agentur am Freitag.
Begründet worden sei diese Entscheidung damit, dass das Luftschiff sich in der Nähe des internationalen Flughafens befinde und Bedenken für die Sicherheit des Flugbetriebs darstelle, teilte die „Welt“ mit.
„Aufgrund der Nähe zum örtlichen internationalen Flughafen hat die Minusma im Betrieb des Überwachungsfesselballons mit seiner erforderlichen Betriebshöhe jedoch eine Beeinträchtigung der Nutzung der Start- und Landebahn des Flughafens gesehen und eine Nutzungsgenehmigung nicht erteilt“, so das Einsatzführungskommando.
Der bis zu 300 Meter hoch steigende Ballon kann einen größeren Umkreis des Lagers mit daran montierten Kameras und Sensoren überwachen und sollte zum Schutz des Bundeswehrcamps eingesetzt werden.
Deutsche Soldaten in Mali (Archiv) - SNA, 1920, 22.04.2021
Deutsche Regierung will mehr Soldaten zum EU-Einsatz in Mali schicken

UN-Einsatz Minusma in Mali

In Mali beteiligt sich Deutschland mit bis zu 1100 Soldaten sowie 20 Polizisten am UN-Stabilisierungseinsatz Minusma. Darüber hinaus werden dort im Rahmen der EU-Ausbildungsmission EUTM bis zu 450 deutsche Soldatinnen und Soldaten eingesetzt.
Letzte Woche hatte das Bundeskabinett eine Verlängerung der Bundeswehreinsätze im westafrikanischen Mali und die Anhebung der Obergrenze für die Soldatenzahl beschlossen.
Seit Jahren ist die Lage in der Region geprägt von terroristischen Angriffen und sozialen Konflikten, teils entlang ethnischer Linien. In weiten Gebieten sind die staatliche Kontrolle und die Versorgung der Bevölkerung mit staatlichen Dienstleistungen wie Bildung und Gesundheitsversorgung schwach.
Westafrika gilt laut Auswärtigem Amt als strategisch relevant, weil dort Islamisten aktiv sind und dort auch Migrationsrouten verlaufen. 2013 hatte ein massiver französischer Militäreinsatz den Vormarsch islamistischer Terrorgruppen in Mali auf die Hauptstadt Bamako zurückschlagen können. Im vergangenen Jahr gab es zudem einen Militärputsch.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала