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„Die Nato wird niemals Russlands militärische Stärke erreichen“ – Ex-US-Beamter

© SNA / Wladimir TrefilowDie Flaggen der Nato, Russlands und der Ukraine
Die Flaggen der Nato, Russlands und der Ukraine - SNA, 1920, 29.04.2021
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Der ehemalige stellvertretende US-Finanzminister Paul Craig Roberts hat in einem Interview mit SNA seinen Zweifel geäußert, dass die NATO mit der Macht des russischen Militärs je mithalten könnte.
„Die NATO wird niemals mit der russischen Militärstärke mithalten können.“ So kommentierte der Politikexperte das verschlechterte Russland-Nato-Verhältnis vor dem Hintergrund der Spannungen im Osten der Ukraine. Dies lasse sich darauf zurückführen, meinte Roberts, dass das Bündnis lediglich eine propagandistische Funktion habe.
„Die NATO dient hauptsächlich der europäischen Zustimmung zur US-Außenpolitik“, unterstrich er.
Roberts wies ferner darauf hin, dass die Hegemonialpolitik der Vereinigten Staaten „keine Grundlage für eine Einigung lässt“. Washington fordere, dass Russland seine Souveränität aufgebe. Solange Putin und Russland von Washington als Hindernis für die US-Hegemonie gesehen werden, meinte der Experte, können Wladimir Putins „verantwortungsvolle, zurückhaltende, nicht konfrontative“ Antworten auf Washingtons Drohungen und Beleidigungen deswegen weder ihm noch Russland zugutekommen.
Zudem zeigte sich der Experte skeptisch in Bezug auf das Verbesserungspotenzial des US-Russland-Verhältnisses:
„Der mächtige und allgegenwärtige US-Militär- und Sicherheitskomplex benötigt Russland als Gegner, um sein Budget und seine Macht zu rechtfertigen.“
Außerdem ging Roberts auf die Worte des ehemaligen Präsidenten Donald Trump ein, der die Nato mal als „obsolet“ und ein „Relikt aus dem Kalten Krieg“ bezeichnet hatte. Für europäische Politiker bedeutete dies laut Roberts „den Verlust von amerikanischem Geld und Pfründen“.
„Sie freuen sich, dass Biden sie weiterhin bezahlen wird“, fügte der Ex-US-Beamte hinzu.
Roberts betonte, es gebe auch jene, die keine Nutzen darin sehen würden, sich am Konflikt der Vereinigten Staaten mit Russland zu beteiligen. Deswegen komme es zu Spannungen innerhalb des „amerikanischen Imperiums“. Europa benötige russische Energieträger, und europäische Unternehmen wollen an der wirtschaftlichen Entwicklung Russlands mitwirken. Für diese ist es „alles Risiko und keine Belohnung“, meinte der Experte.
„Solange es für die Europäer keine wirklichen Kosten gibt, sich mit Washington gegen Russland zu verbünden, wird Washingtons Geld Europa bei der Stange halten“, stellte er fest.

Lage im Osten der Ukraine

In den letzten Wochen hat sich die Lage im Donbass zugespitzt. Beide Konfliktparteien werfen einander vor, den Beschuss verstärkt zu haben. Die selbsternannten Republiken Donezk und Lugansk behaupten ferner, die ukrainischen Streitkräfte verlegten militärische Ausrüstung an die sogenannte Berührungslinie.
Angehörige des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB - SNA, 1920, 29.04.2021
FSB nimmt 16 Mitglieder ukrainischer radikaler Gemeinschaft in Russland fest
Der Westen wirft wiederum Russland „verstärkte aggressive Aktivitäten“ nahe der ukrainischen Grenze vor. Der Kreml erwidert, die russischen Truppen bewegten sich nach eigenem Ermessen auf eigenem Territorium und das sollte niemanden stören, da Russland für niemanden eine Bedrohung darstelle.

Größtes Militärmanöver der Nato seit Jahren

Mitte März hatte die Nato seine größte Militärübung seit Ende des Kalten Krieges begonnen, die bis Juni laufen wird. Am „DEFENDER-Europe 21“ sollen mehr als 28.000 Soldaten aus 26 Nationen zusammen mit den US-Streitkräften teilnehmen. Mit dem Manöver will die Nato nun die Militarisierung der Ostseeregion fortsetzen, die durch den Readiness Action Plan von 2014 und die „Defender Europe“-Manöverserie von 2020 eingeleitet wurde. Als Ziel wird die verbesserte Krisenbereitschaft der Verbündeten in der strategisch wichtigen Balkan- und Schwarzmeerregion verkündet. Der Kreml sieht dies als Vorbereitung auf einen potenziellen militärischen Konflikt mit Russland.
Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu teilte am Dienstag mit, dass die verstärkte militärische Präsenz der USA und der Nato in Europa aufmerksam verfolgt werde. Diese trage seiner Ansicht nach zu einer erhöhten Konfliktgefahr in der europäischen Region bei. Schoigu betonte, Russland werde weiterhin alles dafür tun, um die Sicherheit seiner Grenzen zu gewährleisten.
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