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Maas besucht Afghanistan vor Nato-Truppenabzug

© AP Photo / Fabrizio BenschBundesaußenminister Heiko Maas (Archiv)
Bundesaußenminister Heiko Maas (Archiv) - SNA, 1920, 29.04.2021
Bundesaußenminister Heiko Maas (Archiv)
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Der deutsche Außenminister Heiko Maas ist laut der Nachrichtenagentur DPA am Donnerstagmorgen mit einer Militärmaschine der Bundeswehr unter massiven Sicherheitsvorkehrungen in Kabul gelandet.
In Afghanistans Hauptstadt wollte Maas unter anderen Präsident Aschraf Ghani treffen und anschließend das Bundeswehrcamp in Masar-i-Scharif im Norden des Landes besuchen.
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Die Nato hatte vor zwei Wochen entschieden, nach fast 20 Jahren die rund 10.000 noch in Afghanistan verbliebenen Soldaten nach Hause zu holen. Deutschland stellt nach den USA das zweitgrößte Kontingent der Nato-Truppe.
Als offizieller Starttermin des Abzugs gilt der 1. Mai. Die Vorbereitungen auf den einzelnen Stützpunkten laufen aber bereits auf Hochtouren – auch bei der Bundeswehr. Von den 1100 deutschen Soldaten sind etwa 100 in Kabul und rund 1000 nahe der nordafghanischen Metropole Masar-i-Scharif stationiert. Das dortige Camp Marmal ist der größte Bundeswehr-Stützpunkt außerhalb Deutschlands.
Maas ging es bei seinem Besuch aber vor allem um die Zeit nach dem Abzug, in der Deutschland den Afghanen weiter mit Wiederaufbauhilfe zur Seite stehen will. Dafür hat die Bundesregierung im laufenden Jahr 430 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Für die nächsten Jahre bis 2024 wurde die gleiche Summe in Aussicht gestellt. Allerdings sollen die Zahlungen von der weiteren Entwicklung des Friedensprozesses und von anderen Faktoren wie der Achtung der Menschenrechte abhängig gemacht werden.
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Am Donnertag traf sich der SPD-Politiker in Islamabad mit dem pakistanischen Außenminister Shah Mahmood Qureshi, teilte das deutsche Auswärtige Amt auf Twitter mit. Die Gespräche waren der Stabilisierung Afghanistans gewidmet.
Zuvor hatten sich die USA als größter Truppensteller darauf festgelegt, bis zum 11. September das Land zu verlassen – dem 20. Jahrestag der Terroranschläge des Netzwerks Al-Kaida in den USA. Inzwischen ist eine Verkürzung der Abzugsphase bis zum 4. Juli im Gespräch, dem Nationalfeiertag der USA.
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