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Große Sorge der Jugendlichen um Ausbildungsplätze – Umfrage

© CC0 / Janno Nivergall / PixabayBerufsausbildung bei einer Werkstatt (Symbolbild)
Berufsausbildung bei einer Werkstatt (Symbolbild) - SNA, 1920, 29.04.2021
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Im vergangenen Jahr wurden so wenig Ausbildungsverträge abgeschlossen wie nie zuvor seit der Wiedervereinigung. Und auch in diesem Jahr befürchten viele junge Menschen, keinen Ausbildungsplatz zu bekommen. Das zeigt eine aktuelle Studie. Der Deutsche Gewerkschaftsbund warnt.
Viele junge Leute sorgen sich, dass sie in der Pandemie keinen Ausbildungsplatz finden. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Befragung im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung hervor. Rund 71 Prozent von gut 1700 Befragten zwischen 14 und 20 Jahren stellen eine Verschlechterung ihrer Chancen auf dem Ausbildungsmarkt durch Corona fest. Bei Jugendlichen mit niedriger Schulbildung sind es sogar 78 Prozent. 53 Prozent der Befragten waren im Februar und März der Meinung, dass die Politik wenig bis gar nichts für junge Leute tut, die einen Ausbildungsplatz suchen.
Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge war schon im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gefallen. Wie das Statistische Bundesamt im April meldete, haben nur 465.200 Menschen im Jahr 2020 eine Lehre angefangen. Das entspreche einem Minus von 9,4 Prozent.
Deutlich positiver sehen die Situation diejenigen, die ein Studium anfangen möchten, so die Studien-Autoren. Demnach hält lediglich ein knappes Viertel der Befragten die Chancen auf einen Studienplatz infolge der Pandemie für beeinträchtigt.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnt vor einer „verlorenen Generation“. Rund 190.000 Jugendliche suchten aktuell einen Ausbildungsplatz, ohne eine echte Alternative zu haben, sagte DGB-Vorstandsvorsitzende Anja Piel laut der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Hinzu komme eine unbekannte Zahl von Schulabgängern, die nicht bei den Agenturen registriert seien, auf eigene Faust suchten „oder im schlimmsten Fall bereits aufgegeben haben“. Wegen der Pandemie gebe es keine Präsenzveranstaltungen zur Berufsorientierung in den Schulen und kaum persönliche Beratung. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze sinke jedes Jahr. Die Bundesregierung dürfe nicht tatenlos zusehen, wie in diesem zweiten Corona-Jahr eine ganze Generation von Schulabgängern auf der Strecke bleibe.
Schulunterricht in Deutschland (Symbolbild) - SNA, 1920, 21.04.2021
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