Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

„Das hat verheerende Folgen für Ihr Land“: Entwicklungsminister Müller mahnt Russland zu Klimaschutz

© Foto : Felix Zahn/Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz / photothekBundesentwicklungsminister Gerd Mueller, CSU, , aufgenommen im Rahmen des 13. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz in Berlin. 29.04.2021.
Bundesentwicklungsminister Gerd Mueller, CSU, , aufgenommen im Rahmen des 13. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz in Berlin. 29.04.2021. - SNA, 1920, 29.04.2021
Abonnieren
Auf der Deutsch-Russischen Rohstoff-Konferenz hat Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller (CSU) ebenfalls die „herausragende“ Bedeutung Russlands für den Klimaschutz hervorgehoben. Parallel setzt die jüngste Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts die deutsche Klimapolitik unter Druck.
Es sei die große Frage, so Müller in seiner Rede während der Konferenz: Wie schaffen wir die Dekarbonisierung des wirtschaftlichen Wachstums und des Konsums? Um zu illustrieren, von welch einer „herausragenden“ Bedeutung die russischen Partner hier für den Klimaschutz seien, führte Müller ein Beispiel mit der Arktis an.

„Sie erwärmt sich doppelt so schnell wie der Rest der Erde. Das Auftauen dieser riesigen Permafrostfläche würde bei Ihnen, liebe russische Kollegen, große Mengen zusätzlicher Treibhausgasemissionen freisetzen. Das hat verheerende Folgen nicht nur für Ihr Land, sondern global.“

Dr. Gerd Müller
Bundesentwicklungsminister
Auch wies Müller auf das Versprechen von Präsident Wladimir Putin in der jüngsten Rede zur Nation hin, Russland würde alles tun, um den Klimawandel zu stoppen und seinen Beitrag zu leisten.
Zuvor hatte sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zu dem russischen Gas als Brückentechnologie bekannt. Man dürfte aber nicht vergessen, dass diese Brücke eines Tages am anderen Ende ankommt. Das Ende steht fest, 2050, und sei von der neuen Rolle des grünen Wasserstoffs geprägt. Russland könnte dann ein wichtiger Teil einer internationalen Wasserstoffwirtschaft werden.

„Afrika darf nicht zum Kontinent der Kohle werden“

„Um das Klimaziel von Paris zu erreichen, brauchen wir eine drastische Reduktion von C02 weltweit“, beharrte Müller weiter. Bis heute, sechs Jahre nach dem Paris-Abkommen, hätten nur zehn von 195 Partnern des Abkommens ihre Vorgaben umgesetzt. Das sei nicht ausreichend, denn man brauche eine globale Energiewende.
In diesem Bezug sollte man es laut Entwicklungsminister Müller, der öfter nach Afrika reist, nicht zulassen, dass Afrika weiter auf CO2-belastete Energiequellen setze. „Afrika darf nicht zum Kontinent der Kohle werden, sondern es muss und kann mit unserer Innovation auf dem Sektor der Energie der grüne Kontinent der nachwachsenden Energien werden.“ Europa und Russland sollten hier also eine noch größere Rolle übernehmen, und der Rahmen dazu müsse der europäische Green Deal sein, so Müller. Bisher hat sich Deutschland verpflichtet, bis 2030 55 Prozent der aktuellen CO2-Emissionen einzusparen, Russland dagegen 30 Prozent.
Peter Altmaier, MdB, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, aufgenommen im Rahmen des 13. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz in Berlin. 29.04.2021. - SNA, 1920, 29.04.2021
„Ich wünsche mir, dass Russland…“ – Altmaier zu Zukunft der deutsch-russischen Gas-Kooperation
Das könnte sich mit der Entscheidung, wie sie dem Verfassungsschutzbericht in Karlsruhe vom heutigen Donnerstag zu entnehmen ist, noch ändern. Aus Sicht der Karlsruher Richter greift das Klimaschutzgesetz des Bundes zu kurz. Sie verpflichteten den Gesetzgeber, bis Ende 2022 die Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen für die Zeit nach 2030 näher zu regeln. Die bisherigen Vorschriften würden hohe Emissionsminderungslasten unumkehrbar auf Zeiträume nach 2030 verschieben. Darin sah das Gericht eine Verletzung der Freiheitsrechte junger Leute.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала