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China startet Rakete für Bau neuer Weltraumstation – Video

© REUTERS / China DailyChina startet Rakete für Bau neuer Weltraumstation
China startet Rakete für Bau neuer Weltraumstation - SNA, 1920, 29.04.2021
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China hat am Donnerstag erfolgreich eine Rakete mit dem Kernmodul für den Bau seiner neuen Weltraumstation „Tiangong“ in den Orbit geschossen. Der historische Moment wurde im chinesischen Fernsehen live übertragen.
Wie in einer über zweistündigen Reportage des chinesischen Fernsehsenders CGTN zu beobachten war, startete eine Trägerrakete vom Typ „Langer Marsch 5B“ vom Raumfahrtbahnhof Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan:
Das Kernmodul „Tianhe“, was sich aus dem Chinesischen als „Himmlische Harmonie“ übersetzen lässt, soll in Zukunft den Hauptteil der neuen Raumstation bilden. Die Trägerrakete „Changcheng-2F“ und das bemannte Raumschiff „Shenzhou“, das bis zu drei Personen transportieren kann, sollen die Astronauten zur Station bringen. Fracht und Treibstoff sollen mit einer Trägerrakete „Changcheng-7“ und einem Raumtransporter „Tianzhou“ geliefert werden.
Raketenstart. Archivfoto - SNA, 1920, 27.03.2021
Nasa-Raketentest aus dem Weltraum sichtbar
Die über 22 Tonnen schwere „Tianhe“ stellt mit einer Länge von 16,6 Metern und einem maximalen Durchmesser von 4,2 Metern das größte Raumschiff dar, das China bislang gebaut hat. Es soll als Kontroll- und Managementzentrum dienen und zudem einen ungefähr 50 Kubikmeter großen Hauptwohnraum für die Besatzung bieten. Die mit zwei Andockstationen für Experimentierabteile und drei weitere für bemannte und Fracht-Raumschiffe ausgestattete „Tianhe“ verfügte zudem über einen Raum für wissenschaftliche und technologische Experimente.

So soll die neue chinesische Raumstation aussehen

Die neue Raumstation „Tiangong“ („Himmelspalast“) soll bis zum Jahr 2022 fertiggestellt werden und wird T-förmig ausgebaut. Dem Kernmodul werden an beiden Seiten die Experimentallabore „Wentian“ und „Mentian“ angedockt, die jeweils mehr als 20 Tonnen wiegen. Drei Astronauten oder sechs Personen sollen bei einem zehntägigen Schichtwechsel bis zu sechs Monate gleichzeitig an Bord bleiben können. Der Start der Station ist für 2023 geplant. „Tiangong“ ist für eine Betriebsdauer von 15 Jahren ausgelegt.
Während der stellvertretende Chefdesigner der Raumstation von der China Academy of Space Technology (CAST), Zhu Guangchen, die ersten beiden chinesischen Weltraumstationen „Tiangong-1“ und „Tiangong-2“ mit einer Ein-Zimmer-Wohnung verglichen hatte, soll die neue Raumstation „Tiangong“ seiner Ansicht nach „einer Wohnung mit drei Schlafzimmern, einem Wohnzimmer, einem Esszimmer und einem Lagerraum“ entsprechen.

Bisheriger Raumfahrt der Volksrepublik China

Die Weltraumstation „Tiangong-1“ wurde am 29. September 2011 in die Umlaufbahn gebracht. Damit war China nach der UdSSR und den Vereinigten Staaten das dritte Land der Welt, das eine eigene Orbitalstation errichtete. Von den Funktionen her ähnelte „Tiangong-1“ den sowjetischen Stationen der „Almas“- und „Saljut“-Serie. Diese war konzipiert, um Prozesse des Andockens an Raumschiffe zu üben und autonome Lebenserhaltungssysteme für Kosmonauten zu trainieren.
Die „Tiangong-2“-Station befindet sich seit September 2016 im Orbit. Diese soll dem Empfang von bemannten und Fracht-Raumschiffen, der Erprobung des mittelfristigen Aufenthalts von Astronauten im Orbit, der Betankung sowie der Durchführung einer Reihe von wissenschaftlichen und angewandten Experimenten dienen.
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