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„Ich wünsche mir, dass Russland…“ – Altmaier zu Zukunft der deutsch-russischen Gas-Kooperation

© Foto : Felix Zahn / photothek.net / Deutsch-Russische Rohstoff-KonferenzPeter Altmaier, MdB, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, aufgenommen im Rahmen des 13. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz in Berlin. 29.04.2021.
Peter Altmaier, MdB, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, aufgenommen im Rahmen des 13. Deutsch-Russische Rohstoff-Konferenz in Berlin. 29.04.2021. - SNA, 1920, 29.04.2021
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Laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) braucht Deutschland zwar Gas als Brückentechnologie, aber eines Tages müsste man auch mal am Ende dieser Brücke ankommen. Auf der Deutsch-Russischen Rohstoffkonferenz äußerte Altmaier diesbezüglich auch seine Erwartungen an russische Unternehmen.
In seiner Rede an die Teilnehmer der Konferenz, die dieses Jahr in Sachsen abgehalten wird, zeigte sich Altmaier überzeugt, dass mit dem Ziel der EU, bis 2050 klimaneutral zu werden, sowohl Chancen wie auch Risiken verbunden seien. Es seien Chancen für die EU-russische Kooperation und dass sich die russische Wirtschaft noch besser entwickeln könne. „Aber wenn wir die Chancen verpasst haben, kann es dann noch schlechter werden“, warnte Altmaier.
Er betonte weiter, dass Deutschland das fossile Erdgas aus Russland seit 40 Jahren sehr zuverlässig beziehe, „niemals mit politischen Problemen behaftet, Erdgas aus der Sowjetunion und aus Russland“.

„Dieses Erdgas werden wir auch noch für einige Jahre als Brückentechnologie kurz und mittelfristig benötigen. Der Bedarf wird in den nächsten Jahren sogar mehr steigen. Weil wir aus der Kernenergie in Deutschland aussteigen, aus der Kohleverstromung aussteigen, brauchen wir Gas im verstärkten Maße als Brückentechnologie“, bekräftigte Altmaier.

Man dürfe sich aber nicht darauf ausruhen, denn es sei eine Brückentechnologie, und am anderen Ende der Brücke würden nachhaltige Energie, erneuerbare Energie aus Strom und Wind produziert, stehen, nämlich grüner Wasserstoff. Diese Energien könnte die EU gemeinsam mit Russland ausbauen und zu großer industrieller Anwendung führen. Altmaier ist sich sicher, dass Russland „hervorragende Voraussetzungen“ dafür habe.
„Und deshalb will ich meinen russischen Gesprächspartnern auch sagen, ich weiß, dass ihr in Russland viel über den blauen Wasserstoff nachdenkt, und die Erzeugung von Wasserstoff aus Erdgas und andere Lösungen, aber Sie dürfen auch das enorme Potenzial Russlands für erneuerbare Energien, die Energie aus Wind und Sonne, nicht vergessen, denn es wird bei der Brücke eben so sein, dass sie eines Tages am anderen Ende ankommt. Das Ende steht fest, 2050.“ Deshalb wünsche sich Altmaier, dass in Russland die enormen ökonomischen Potenziale erkannt werden, die mit dem Green Deal der EU verbunden seien.

„Russland kann ein wichtiger Teil einer internationalen Wasserstoffwirtschaft werden, und ich hoffe, dass ich nach der Bundestagswahl mit den Beteiligten vor Ort konkrete Vereinbarungen besprechen und abschließen kann“, schloss Altmaier seine Rede ab.

Kretschmer bekräftigt Interesse an raschem Abschluss der Arbeiten an Nord Stream 2

In seiner Rede zur Eröffnung der Konferenz hat der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ebenfalls erklärt, Deutschland sei darauf angewiesen, auch in Zukunft verlässlich Gaslieferungen aus Russland zu bekommen. 40 Prozent des EU-Gasbedarfes werden von Russland gedeckt. Deshalb möchte man auch einen raschen Abschluss der Arbeiten an der Nord Stream 2, so Kretschmer.
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Darüber hinaus äußerte er die Hoffnung auf persönliche Treffen mit russischen Vertretern des Energiesektors in Sachsen nach dem Ende der Pandemie.

Deutsch-russische Rohstoffkonferenz 2021

Die deutsch-russische Rohstoffkonferenz findet vom 28. bis 30. April in Leipzig statt. Neben Kretschmer werden auch der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in der Regierung von Helmut Kohl, Prof. Dr. Klaus Töpfer, Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller (beide CDU), der stellvertretende russische Ministerpräsident und Energieminister Alexander Nowak, der russische Minister für Industrie und Handel der Russischen Föderation, Denis Manturow, der Botschafter der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland, Sergej Netschajew, und der Botschafter der Europäischen Union in Russland, Markus Ederer, erwartet. Diskutiert werden soll über die Auswirkungen des europäischen Green Deal auf die Partnerschaft mit Russland, die deutsch-russische Wasserstoffkooperation, Strukturwandelprozesse in Deutschland und Russland und andere Themen.
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