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Zahl der Muslime in Deutschland deutlich zugenommen – Bamf-Studie

© SNA / Maxim BogodwidMoschee (Symbolbild)
Moschee (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.04.2021
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Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat am Mittwoch eine Studie zum Leben muslimischer Religionsangehöriger in Deutschland vorgelegt. Demzufolge stieg die Zahl der in Deutschland lebenden Muslime in den letzten Jahren deutlich.
Nach neuen Erhebungen leben in Deutschland derzeit zwischen 5,3 und 5,6 Millionen Menschen muslimischen Glaubens, was einem Anteil von 6,4 bis 6,7 Prozent an der Gesamtbevölkerung von 83,1 Millionen Menschen entspricht. Das bedeutet, dass sich in den letzten Jahren die Zahl der in Deutschland lebenden Muslime um das Eineinhalbfache erhöhte. 2015 berichtete das BAMF noch von 4,4 bis 4,7 Millionen muslimischer Religionsangehöriger in Deutschland. Ihr Anteil an den damals 82,2 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern in Deutschland lag zwischen 5,4 und 5,7 Prozent.
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„Die muslimische Bevölkerungsgruppe ist im Zusammenhang mit der Zuwanderung aus muslimisch geprägten Ländern im Nahen und Mittleren Osten in den letzten Jahren vielfältiger geworden“, sagte in einem Gespräch mit der DPA der Bamf-Präsident Hans-Eckhard Sommer. Dementsprechend stellen Türkeistämmige nicht mehr – wie noch 2015 – die absolute Mehrheit unter den Musliminnen und Muslimen.
Aus der Studie folgt zudem, dass muslimische Religionsangehörige eine relativ junge Bevölkerungsgruppe bilden, wobei fast die Hälfte von ihnen über die deutsche Staatsangehörigkeit verfügt.
Deutschkenntnisse und Bildungsabschlüsse hängen dabei stark von migrationsbiographischen Indikatoren ab. Der Bamf-Präsident betonte in dieser Hinsicht, dass der „Einfluss der Religion auf die Integration häufig überschätzt wird“. Aspekte wie die Aufenthaltsdauer, Migrationsgründe oder die soziale Lage prägten hingegen den Integrationsprozess viel stärker als die Religionszugehörigkeit, bestätigen die Forschungsergebnisse.
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