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Reine Geschmackssache? Neue Studie zeigt, was unsere Kaffeelust antreibt

© SNA / Wladimir Trefilow / Zur BilddatenbankKaffeehaus (Symbolbild)
Kaffeehaus (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.04.2021
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Eine neue Studie zum Muster unseres Kaffeekonsums zeigt, dass dieser im menschlichen Körper über den Blutdruck und die Herzfrequenz natürlich reguliert wird. Darüber informierte die University of South Australia in einer Pressemitteilung am Mittwoch.
Unser Körper entscheidet selbst, wieviel Koffein er braucht. Zu dieser Erkenntnis kamen die Forscher aus der Universität in Adelaide, Bundestaat South Australia. Gemeinsam mit Kollegen vom South Australian Health and Medical Research Institute (SAHMRI) analysierten sie die Daten von 390.435 Teilnehmern im Alter von 39 bis 73 Jahren und stellten fest, dass die Gesundheit unseres Herzens unseren Kaffeekonsum maßgeblich beeinflusst.
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Die Ergebnisse, die in der Fachzeitung „American Journal of Clinical Nutrition“ im März veröffentlicht wurden, zeigen, dass die Menschen mit vererbten Herz- und Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Stenokardie den Kaffee vermeiden und stattdessen koffeinfreie Alternativen bevorzugen. Diejenigen, die erblich nicht belastet sind, trinken hingegen gerne Kaffee.
„Menschen trinken Kaffee aus allen möglichen Gründen - als Muntermacher, wenn sie sich müde fühlen, weil er gut schmeckt, oder einfach, weil er Teil ihrer täglichen Routine ist“, kommentiert die Ergebnisse die Leiterin der Studie, Prof. Elina Hyppönen.
Man erkenne allerdings nicht, dass die Menschen unbewusst eine sichere Koffeinmenge selbst regulieren, je nachdem, wie hoch ihr Blutdruck sei. Dazu sagte Prof. Hyppönen:
„Dies ist wahrscheinlich das Ergebnis eines schützenden genetischen Mechanismus.“
Die Kaffeemenge, die von einem Menschen konsumiert werde, solle daher als indirekter Indikator für seine kardiovaskuläre Gesundheit dienen, meinte die Forscherin. Dementsprechend sei derjenige, der viel Kaffee trinke, genetisch wahrscheinlich resistenter gegen Koffein als jemand, der wenig Kaffee trinke.
„Umgekehrt ist jemand, der keinen Kaffee trinkt, oder jemand, der koffeinfreien Kaffee trinkt, anfälliger für Koffein-Nebenwirkungen und neigt eher zu Bluthochdruck“, lautet die Pressemitteilung.
Fast jeder Dritte leidet in Deutschland an Bluthochdruck. Arterielle Hypertonie gilt als ein wichtiger Risikofaktor für viele gefährliche Krankheiten, darunter auch Schlaganfall, Herzversagen und chronische Nierenerkrankungen. Die Professorin Hyppönen empfiehlt deshalb, besser auf die Signale unseres Körpers zu achten:
„Wenn Ihr Körper Ihnen sagt, dass Sie keine zusätzliche Tasse Kaffee trinken sollen, gibt es wahrscheinlich einen Grund dafür. Hören Sie auf Ihren Körper, er weiß mehr über Ihre Gesundheit als Sie denken", unterstrich sie.
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