Giffey will mobile Impfteams in Problem-Gegenden einsetzen

© REUTERS / MICHAELA REHLEImpfzentrum in einem Plattenbau-Viertel in Ostdeutschland
Impfzentrum in einem Plattenbau-Viertel in Ostdeutschland - SNA, 1920, 28.04.2021
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich für mobile Impfteams in benachteiligten Stadtteilen ausgesprochen. Das machte sie am Mittwoch im „ARD-Morgenmagazin“ deutlich.
„Wenn zusätzlich mit mobilen Teams gearbeitet werden kann, würde ich das absolut befürworten. Zunächst einmal ist Aufklärungsarbeit wichtig“, sagte Familienministerin Giffey.
Bei vielen Menschen in sozial benachteiligten Gegenden gebe es Vorbehalte, große Ängste und Unsicherheiten. „Und dann wird doch vielleicht die Entscheidung getroffen: Ich lasse mich jetzt impfen, aber ich weiß gar nicht, wie das geht.“ Deshalb müsse der Staat um Vertrauen werben, hingehen und ansprechen in der Sprache, über die Sender, die gehört und gesehen werden“, erklärte die SPD-Politikerin. Mit diesen Teams könne man dort schließlich alle Menschen erreichen.
Die Ministerin verwies auf besonders negative Folgen der Pandemie für Kinder, die schon vorher sozial benachteiligt waren. „80 Prozent der Kinder geht es gut, 20 Prozent sind aber eben mit besonderem Unterstützungsbedarf, das sind sehr viele Kinder mit Migrationshintergrund. Und diese Schere wird natürlich durch die Pandemie verstärkt“, so Giffey. Die Bundesregierung werde deshalb mit dem sogenannten Corona-Aufholprogramm besonders diese Kinder und Jugendliche in den Blick nehmen. Nächste Woche soll dieses Thema laut Giffey im Bundeskabinett diskutiert werden.
Impfzentrum in Mumbai - SNA, 1920, 28.04.2021
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