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EU und Russland haben Konkurrenz, aber auch Zusammenarbeit – beides ist wichtig

© SNA / Sergej GunejewZusammenarbeit zwischen Russland und der EU (Symbolbild)
Zusammenarbeit zwischen Russland und der EU (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.04.2021
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Vor dem Hintergrund einer Verschärfung der Beziehungen zwischen Russland und der Europäischen Union kann die Wirtschaft zu einer Quelle für positive Veränderungen werden, so die Teilnehmer der Jubiläumskonferenz der Assoziation des Europäischen Business AEB in Moskau.
„Die durch die COVID-19-Pandemie verursachte Wirtschaftskrise wird langfristige Auswirkungen auf Geschäftsmodelle und Lieferketten haben. Es ist bereits klar, dass Moskau und Brüssel sowohl absolut als auch im Vergleich zu anderen Weltakteuren daraus geschwächt hervorgehen werden. Daher ist es notwendig, für die wirtschaftliche Erholung Europas zusammenzuarbeiten. Trotz der Tatsache, dass die Beziehungen zwischen der EU und Russland auf niedrigem Niveau sind, haben die Parteien immer noch die Chance, im Bereich der nachhaltigen Entwicklung erfolgreich zusammenzuarbeiten“, sagte Markus Ederer, Botschafter der Europäischen Union in Russland.
Trotz der Wirtschaftskrisen und politischen Spaltungen haben sich die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Russland in den letzten Jahren aktiv entwickelt. Europäische Investoren gehörten zu den ersten, die an das Potenzial des russischen Marktes glaubten und ihm auch in schwierigen Zeiten, wie auch nach 2014, treu blieben. Im Jahr der Pandemie 2020 wurden Investitionsprojekte nicht verzögert, Unternehmer haben ihre Mitarbeiter nicht entlassen. Dieses Potenzial könnte genutzt werden, um Beziehungen wiederherzustellen, die zu wünschen übrig lassen, betonten die Teilnehmer des Treffens, das der 25-jährigen Präsenz der AEB in Russland gewidmet war.
Sitzung des EU-Parlaments am 18. Dezember 2020 - SNA, 1920, 21.12.2020
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AEB als Brücke zwischen Moskau und Brüssel

"Heute sind die Verhältnisse zwischen der Europäischen Union und Russland ernsthaften politischen Spannungen ausgesetzt. Die AEB bleibt eine der wenigen Brücken, die zur Vereinigung des eurasischen Kontinents beitragen und daran erinnern, was genau die Europäische Union und Russland verbindet", sagte Johan Vanderplaetse , AEB-Vorstandsvorsitzender und Vize-Präsident von Schneider Electric.
Die Europäische Union und Russland hätten viel zu gewinnen, wenn sie ihre Beziehungen wiederbeleben, bemerkte seinerseits Ernesto Ferlenghi, Leiter des AEB-Energieausschusses. Die Aufrechterhaltung und Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen Moskau und Brüssel in solchen Bereichen wie Umwelt, Arktis oder 5-G-Technologie könnte einer der Mechanismen sein, um die Isolation zu überwinden. Klimawandel und Umweltschutz sind allgemeine globale Probleme und erfordern auch globale Lösungen.
Laut Wolfgang Schüssel, Ex-Bundeskanzler von Österreich, muss das Konzept Europas bis 2050 erweitert werden. Es wird 30 Prozent der Weltwirtschaftsmacht umfassen, genau wie China und Amerika.
„Die Europäische Union steht bei der Bekämpfung des Klimawandels in vorderster Linie, und es ist wichtig, dies mit dem Potenzial Russlands in Bezug auf Energieeffizienz und Wasserstoffproduktion zu verknüpfen. Nord Stream 2 kann eine sehr wichtige Rolle bei der Energieversorgung Europas spielen. Wir haben Konkurrenz, aber auch Zusammenarbeit – beides ist gleichermaßen wichtig. Ich glaube, genau das brauchen wir jetzt in den Beziehungen zwischen Russland und Europa“
Wolfgang Schüssel
Ex-Bundeskanzler von Österreich

Neue Führungskräfte – wer sind sie?

Die Weltagenda von morgen wird von neuen Führungskräften geprägt sein – von der jungen Generation. Deshalb forderte Schüssel die heutigen Entscheidungsträger auf, jungen Menschen mehr Vertrauen bei wichtigen Entscheidungen zu schenken.
„Die neuen Führungskräfte sind die jüngere Generation, die uns bereits über nachhaltige Entwicklung unterrichtet. Und wie wir ihnen die Welt überlassen, ist jetzt das Wichtigste. Sie teilen mit uns die Ideen, dass nicht nur die Machtinstitutionen wichtig sind, nicht nur die Macht der Waffen, sondern auch die Macht des Friedens. Politik muss nicht immer aggressiv sein, aber sie kann charismatisch sein. Und Innovation ist wichtiger als Protektionismus. Wir sollten die Stärke der jüngeren Generation nicht ignorieren. Sie haben alle Kraft und Ambitionen, um die schwierigsten Probleme zu bewältigen: eine Pandemie, den Klimawandel, den Kampf gegen eine nukleare Bedrohung. Sie sind sich dieser Probleme viel bewusster als wir es früher waren. Wir müssen denen vertrauen, die jung und talentiert sind, und nicht denken, dass nur wir alle über diese Welt Bescheid wissen und sie führen sollten."
Der Minister für wirtschaftliche Entwicklung Russlands, Maxim Reschetnikow, hob den bedeutenden Beitrag europäischer Unternehmer zur russischen Wirtschaft hervor: 2.000 abgeschlossene Projekte, Investitionen in Höhe von 300 Milliarden US-Dollar, neue Arbeitsplätze. Dies sei ein gutes Ergebnis gemeinsamer Arbeit über 25 Jahre, lobte der Minister. Laut ihm wird jetzt ein Gesetz über ein „Goldenes Visum“ behandelt, das die Ein- und Ausreise für ausländische Investoren vereinfachen soll.
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