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Corona-Krise: Zahl der Selbstständigen sinkt bis Ende 2021 um 300.000

© REUTERS / THILO SCHMUELGENEin Mann auf dem Bahnhofplatz in Köln, 24. April 2021
Ein Mann auf dem Bahnhofplatz in Köln, 24. April 2021 - SNA, 1920, 28.04.2021
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Die Coronakrise verstärkt die Unsicherheit am Arbeitsmarkt. Immer weniger Menschen trauen sich in die Selbstständigkeit. Bis Ende des Jahres wird ein Rückgang um 300.000 Selbstständige erwartet.
Bereits 2020 hat die Zahl der Selbstständigen in Deutschland um 154.000 abgenommen, bis Jahresende soll sie um weitere 150.000 auf 3,85 Millionen zurückgehen – und damit auf den tiefsten Stand seit 25 Jahren sinken. Das prognostiziert das zur Bundesagentur für Arbeit gehörende Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

„Die Entwicklung ist dramatisch“

Der Verband der Gründer und Selbstständigen (VGSD) ist besorgt über den Verlust zahlloser kleiner und großer Unternehmen in Deutschland: „Die Entwicklung ist dramatisch“, sagt VGSD-Vorstand Andreas Lutz.
„Dabei braucht Deutschland dringend Gründer und Selbstständige, um nicht weiter an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren und den erheblichen Rückstand bei der Digitalisierung aufzuholen, der unser Land bremst.“
Andreas Lutz
VGSD-Vorstand
Insgesamt ist die Zahl der Selbstständigen während der gesamten Regierungszeit der großen Koalition bereits um 600.000 zurückgegangen. 2014 gab es noch 4,46 Millionen Selbstständige in Deutschland. Der Anteil der Selbstständigen an allen Erwerbstätigen wird bis Ende des Jahres von damals 10,4 auf 8,6 Prozent zurückgegangen sein.

Politik geht an der Lebensrealität Selbstständiger vorbei

Die Corona-Krise und das lange Warten auf „an der Lebensrealität vorbei ausgestalteten“ und zu spät gezahlten Hilfsmaßnahmen beschleunigten eine Entwicklung, die schon zuvor begann, heißt es in einer Pressemitteilung des VGSD. Die Regierung habe lange Zeit ein Zerrbild von Selbstständigen und ihrer sozialen Absicherung gezeichnet, ohne tatsächlich bestehende Probleme gezielt zu lösen.
Wir brauchen eine Politik, die unsere Lebenswirklichkeit versteht und unseren Beitrag zu Wirtschaft und Gesellschaft wertschätzt, statt unseren Fleiß und unsere Eigeninitiative mit immer mehr Bürokratie zu ersticken“, sagt Lutz. Konkret benötigten die Selbstständigen Rechts- und Planungssicherheit in Hinblick auf ihren Status als Selbstständige sowie ihre Altersvorsorge sowie fair berechnete Sozialversicherungsbeiträge.

„Wenn hier nicht endlich ein Umdenken und ein Politikwechsel stattfindet, wird die Zahl der Unternehmen weiter zurückgehen und die Dynamik und Vielfalt in Deutschland weiter abnehmen – zu unser aller Schaden.“

Andreas Lutz
VGSD-Vorstand
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