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„Sputnik V“ in Brasilien: Lokale Produktion genehmigt, Import abgelehnt

© SNA / Jewgeni BiatowDosen mit dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik V
Dosen mit dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik V - SNA, 1920, 27.04.2021
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Die brasilianische Agentur für medizinische Sicherheit, Anvisa, hat Anträge regionaler Regierungen auf den Import des russischen Vakzins „Sputnik V“ abgelehnt. Zugleich hat die Behörde für biologische Sicherheit "CTNBio" die einheimische Herstellung des Impfstoffs genehmigt.
Während einer Sitzung, die auf der Anvisa-Webseite live übertragen wurde, stimmten die Mitglieder des Direktorenrates der Agentur dafür, die Importgenehmigung für „Sputnik V“ zu verweigern, die die Gouverneure von 14 Bundesstaates Brasiliens seit Anfang April durchsetzen wollen. Technische Experten der Agentur hatten vor den Sitzungsvorträgen und der Abstimmung empfohlen, den Import des russischen Vakzins abzulehnen, „bis neue Daten zur Beseitigung der aufgezeigten Nachteile zur Verfügung stehen.“
Anfang April hatte das Oberste Gericht die Agentur Anvisa beauftragt, bis Monatsende eine Entscheidung über den Import des Impfstoffes zu treffen. Widrigenfalls solle die Entscheidung automatisch erfolgen. Die Agentur bat ihrerseits darum, ihr mehr Zeit dafür zu geben, „um Daten zur Effektivität und Sicherheit des Präparats sammeln zu können“. Anvisa hatte bereits früher angekündigt, am 26. April die Genehmigung für die Produktion des Impfstoffs erteilen zu wollen, auf die etliche Bundesstaaten und Munizipalitäten des Landes warteten. Anvisa wurde gerichtlich verpflichtet, bis Ende April eine Entscheidung über den Import von „Sputnik V“, zu treffen.
Impfstoff Sputnik V - SNA, 1920, 22.04.2021
„Sputnik V“: RDIF vereinbart Produktionskooperation mit ägyptischem Pharmaunternehmen
Die nationale technische Kommission für biologische Sicherheit (CTNBio) des Ministeriums für Forschung, Technik und Innovationen hat am Montagabend (Ortszeit) die kommerzielle Produktion des Vakzins unter dem Handelszeichen „Gam-COVID-VAC“ gebilligt. Dies wurde auf der Webseite des Ministeriums mitgeteilt.
Es wurde präzisiert, dass die Entscheidung nach einer zusätzlichen Anfrage des Labors Uniao Quimica erfolgt war, das den Impfstoff in Brasilien herzustellen plant. Um die Genehmigung zu erteilen, hatte "CTNBio" Daten zur biologischen Sicherheit des „Sputnik V“-Vakzins sowie die diesbezüglichen Herstellungsverfahren analysiert.
Laut dem Koordinator des CTNBio-Exekutivsekretariats, Rubens Jose do Nascimento, würde die Genehmigung für die kommerzielle Produktion des Impfstoffs es der Nationalen Agentur für Medizinische Sicherheit (Anvisa) ermöglichen, Anträge auf den Import des genannten Vakzins zu prüfen.
„Sputnik V“ ist bereits in mehr als 60 Ländern mit insgesamt drei Milliarden Einwohnern gebilligt worden. Der Impfstoff liegt weltweit auf Platz zwei bei den Herstellungsgenehmigungen. Wie eine Analyse der Daten zu 3,8 Millionen mit „Sputnik V“ geimpften russischen Bürgern ergab, liegt die Effektivität des Vakzins bei 97,6 Prozent. Das medizinische Fachjournal „The Lancet“ hatte zuvor über 91,6 Prozent Effektivität berichtet.
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