Nach Bekanntgabe russischen Truppenrückzugs: Maas wartet auf Taten

© REUTERS / JOHANNA GERONBundesaußenminister Heiko Maas
Bundesaußenminister Heiko Maas - SNA, 1920, 27.04.2021
Außenminister Heiko Maas hat am Dienstag nach DPA-Angaben die Rückzugsankündigung der russischen Truppen an der ukrainischen Grenze begrüßt.
Jetzt erwarte der Minister, dass diesen Worten bald auch Taten folgen werden. Zu den weiteren notwendigen Schritte gehören es, die Sperrung von Seegebieten im Schwarzen Meer zurückzunehmen und Verletzungen der Waffenruhe in der Ostukraine abzustellen, sagte der Politiker bei einem Treffen mit seinem slowakischen Amtskollegen Ivan Korcok in Berlin. Ihm zufolge sollten Probleme durch Dialog gelöst werden.
Korcok seinerseits versicherte, die Slowakei unterstütze die internationale Gemeinschaft und Berlin bei den Friedensbemühungen. Er bekräftigte die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine.
Heiko Maas (Archivfoto) - SNA, 1920, 25.04.2021
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Russischer Truppenrückzug

Am Donnerstag ordnete Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu den Truppenrückzug von der ukrainischen Grenze an. Somit waren die Militärübungen im Süden und Westen Russlands beendet. Die Rückkehr der Truppen, die am Manöver beteiligt waren, ist bis zum 1. Mai geplant.
Anfang April hatte Russland die Überprüfung der Gefechtsbereitschaft seiner Streitkräfte begonnen. Damals war berichtet worden, dass im April mehr als 4000 Übungen stattfinden sollten. Diese sollten in allen Militärbezirken und in der Nordflotte, sowie auf den Kurilen und der Halbinsel Kamtschatka erfolgen. An den Übungen auf der Krim beteiligten sich mehr als 10.000 Menschen und etwa 1200 Stück Militärtechnik.
Die westlichen Staaten haben in letzter Zeit ihre Besorgnis in Bezug auf angeblich zunehmende „aggressive Aktivitäten“ seitens Russlands in der Ukraine zum Ausdruck gebracht. Washington sprach von einer vermutlichen Bewegung der russischen Streitkräfte auf der Krim und an der östlichen Grenze der Ukraine.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow betonte in Bezug darauf, die Bewegungen der russischen Truppen auf dem Territorium Russlands sollten andere Staaten nicht beunruhigen, weil sie keine Bedrohung für diese Länder darstellen würden. Die Geschehnisse im Donbass seien ein interner ukrainischer Konflikt, an dem die russischen Truppen nie beteiligt gewesen seien, so Peskow.
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