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Weltärztechef Montgomery: Ausgangssperre ist „richtig“ und EU-Lockdown „zu spät“ – Video

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Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, stellt sich hinter die strikteren Beschränkungen der Bundesregierung im Kampf gegen Corona. Er befürwortet Ausgangssperren. EU-weit abgestimmte Maßnahmen wären aus seiner Sicht sinnvoll, aber zu spät. Das machte er gegenüber SNA in einer Video-Konferenz deutlich.
Frank Ulrich Montgomery, Vorstandsvorsitzender des Weltärztebundes (WMA) sowie Präsident des Ständigen Ausschusses der europäischen Ärzte (CPME), verteidigte in einer Online-Konferenz gegenüber SNA die drastischeren Einschränkungen durch die sogenannte Corona-Notbremse der Bundesregierung.
„Es ist eine etwas kindliche Darstellung, zu glauben, dass sich die Leute draußen treffen und sich anstecken. Das ist nicht der Gedanke“, sagte Montgomery am Mittwoch. Der Hintergedanke bei den umstrittenen Ausgangssperren sei, „dass wir keine privaten Partys feiern und uns nicht irgendwo treffen werden, vor allem in geschlossenen Räumen, wenn alle ab 22 Uhr zuhause sind“. Dadurch würden sich die Risiken der Infektion vermindern. „Das halte ich für richtig“, so der Facharzt für Radiologie.
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Rückblickend spricht sich Montgomery für einen abgestimmten Lockdown EU-weit aus. „Darauf hätte man sich verständigen können, aber der Zug ist abgefahren. Ich glaube nicht, dass das noch kommt. Medizinisch wäre das sicherlich sinnvoll gewesen“, erklärt der Arzt.
Die Situation in Europa könne man aus seiner Sicht nicht mit Ländern wie Neuseeland und Australien vergleichen, wo das Infektionsgeschehen nahezu eingedämmt wurde.

„Diese Länder sind glücklich, weil sie Inseln sind. Das kann man sehr gut kontrollieren und sehr gut einschränken. Die haben etwas geschafft, was in unserer Mittellage, in unserer hochverdichteten Region nicht ging: Sie konnten jeden Fall auf den Patienten Null zurückführen. Mit den klassischen Methoden des Containments konnten sie jeden Fall identifizieren, mit Quarantänemaßnahmen einfangen und das Spreading verhindern. Das können wir in Europa nicht.“

Frank Ulrich Montgomery
Vorstandsvorsitzender des Weltärztebundes
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