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Tschernobyl-Jahrestag: Schulze warnt vor unbeherrschbaren Atomrisiken

© Pressediens des ukrainischen Präsidenten / Zur BilddatenbankAtomruine Tschernobyl. Archivfoto
Atomruine Tschernobyl. Archivfoto - SNA, 1920, 25.04.2021
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Zum 35. Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl hat die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze vor den auch heute noch unbeherrschbaren Risiken der Atomenergie gewarnt.
Zum 35. Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl hat die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze vor den auch heute noch unbeherrschbaren Risiken der Atomenergie gewarnt. Ihr Ministerium arbeite „mit voller Kraft“ an der Vollendung des deutschen Atomausstiegs, sagte die SPD-Politikerin.
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Das Unglück im Atomkraftwerk Tschernobyl, das bis jetzt als die größte Atomkatastrophe der zivilen Nutzung der Kernkraft gilt, jährt sich an diesem Montag zum 35. Mal.
„Tschernobyl bleibt Mahnmal und Herausforderung. Der Unfall selbst zeigte, wie unverzeihlich die Atomkraft gegenüber menschlichen Fehlern sein kann, wie unbeherrschbar ihre Risiken sind und wie weitreichend die Folgen“, sagte Schulze am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.
Die Jahrzehnte nach der Katastrophe hätten gezeigt, wie schwierig es sei, einen havarierten Reaktor und die Kernschmelze von der Umwelt abzuschirmen. Ihr Ministerium arbeite deshalb „mit voller Kraft weiter, um den Atomausstieg in Deutschland konsequent zu vollenden, Atomrisiken in Europa zu reduzieren und die nukleare Sicherheit weltweit zu erhöhen“, erklärte Schulze.

35 Jahre Super-GAU

Aus ihrer Sicht ist die Aufarbeitung des Unfalls auch heute nicht endgültig abgeschlossen. Mit der Bergung und Entsorgung der Kernschmelze und des Atommülls von damals stehe die Ukraine „am Beginn der zweiten Mammutaufgabe“. Das deutsche Umweltministerium sei gern bereit, die frühere Sowjetrepublik auch „weiterhin mit seiner Expertise zu unterstützen“, versicherte Schulze.
In der Nacht zum 26. April 1986 war im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl einer der Reaktoren explodiert. Durch die gewaltige Explosion und einen Brand zerriss die Schutzhülle des Reaktors. Große Mengen Radioaktivität wurden durch die extreme Hitze in den Himmel geschleudert.
Unmittelbar durch die Explosion starben etwa 30 Menschen. Tausende weitere erlagen den Spätfolgen der Strahlung. Teile der Sowjetunion, zu der die Ukraine damals gehörte, und von Staaten im Ausland wurden radioaktiv verseucht. Zehntausende Menschen mussten umsiedeln. Die verstrahlten Landstriche um die Atomruine sind bis heute Sperrgebiet.
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