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Explosion in Munitionslager: Tschechiens Präsident von „russischer Spur“ nicht überzeugt

© SNA / Alexej WitwizkijDer tschechische Präsident Miloš Zeman (Archivbild)
Der tschechische Präsident Miloš Zeman (Archivbild) - SNA, 1920, 25.04.2021
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Der tschechische Präsident, Milos Zeman, hat sich am Sonntag zur Situation um die Explosion im Munitionslager in Vrbetice im Jahr 2014 geäußert. Ihm zufolge gibt es in diesem Fall noch immer viele ungeklärte Umstände und daher sei es notwendig, auf die Ergebnisse der Untersuchung zu warten.
Es gebe zwei mögliche Gründe für den Vorfall: Mangelnde Kompetenz der Lagerarbeiter oder Handlungen von ausländischen Geheimdiensten.
Zeman merkte an, dass er zuvor nie über eine mögliche Beteiligung Russlands an dem Vorfall informiert worden sei.
„Nach den Explosionen in Vrbetica hat der Abwehrdienst sechs Jahre lang in keinem seiner Jahresberichte, selbst in dem streng vertraulichen Teil, eine mögliche Beteiligung von Mitarbeitern der russischen Geheimdienste gemeldet“, sagte der Präsident in einer Rede, die von mehreren tschechischen Sendern ausgestrahlt wurde.
Sollte Moskau wirklich schuldig sein, dann würde die Kernenergiegesellschaft Rosatom von der Liste der Bewerber um den Ausbau des Atomkraftwerks Dukovany im Südosten des Landes gestrichen.

Mögliches „Spiel der Geheimdienste“

„Wenn dieser Verdacht im Gegenteil widerlegt wird, handelt es sich um ein Spiel der Geheimdienste, das schwerwiegende Folgen für das politische Leben Tschechiens haben könnte“, fügte der tschechische Staatschef hinzu.
Laut Zeman gibt es in diesem Fall viele dunkle Stellen. Die Untersuchung sei noch nicht abgeschlossen und man müsse auf ihre Ergebnisse warten.
US-Außenministerium in Washington (Archivbild) - SNA, 1920, 24.04.2021
Diplomatenstreit mit Prag: USA bestellen russischen Geschäftsträger ein
Tschechien hatte russischen Geheimdiensten in der vergangenen Woche vorgeworfen, hinter der Explosion im Munitionslager im tschechischen Vrbetice im Jahr 2014 zu stecken. In diesem Zusammenhang verwies Tschechien 18 russische Diplomaten des Landes. Moskau wies den Vorwurf zurück und erklärte als Antwort 20 Mitarbeiter der tschechischen Botschaft für unerwünscht.
Am Mittwoch drohte der tschechische Außenminister, Jakub Kulhanek, die Personalstärke der russischen Botschaft auf fünf Diplomaten zu kürzen, sollte Russland den ausgewiesenen tschechischen Diplomaten keine Rückkehr nach Moskau erlauben.
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